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NEUMARKT. „Sehr geehrte Damen und Herren“,
schrieb vor geraumer Zeit einmal ein junger Mann an das Finanzamt, „nach reiflicher
Überlegung habe ich mich entschlossen, der Lohn- und Einkommenssteuer nicht beizutreten.“
Das Antwortschreiben der Behörde ist leider nicht bekannt. Nicht ganz so offen zeigte ein 39jähriger Neumarkter seine
Abneigung gegen die staatliche Lohn-Abzwackerei: Von Unterhaltszahlungen für sein
bei der Ex-Frau lebendes Kind gebeutelt, versuchte er jetzt wenigstens, diese
Belastung bei der Einkommenssteuererklärung abzusetzen. Die Finanzbeamten hatten
sogar ein Einsehen, weil sich die Ehefrau per Unterschrift offenbar einverstanden
erklärt hatte. Der herbe Rückschlag kam für den cleveren Neumarkter, als seine geschiedene Gattin zur Steuer herangezogen wurde und wegen des gemeinsamen Kindes über 1000 Euro nachbezahlen sollte. Die Frau beschwerte sich wutentbrannt bei der Behörde – und dann kam alles auf: Der Ex-Gatte hatte die Unterschrift gefälscht und darf nun mit einer saftigen Steuer-Nachentrichtung und einer Anzeige rechnen. |
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