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Klausurtagung als Auftakt für „Agenda 21 Prozess“
NEUMARKT: Zu einer Klausurtagung hat sich der Neumarkter Stadtrat zusammen mit den Spitzen der Stadtverwaltung am 9.11.2002 im Seminarhotel „Gallus“ in Beilngries getroffen. Dabei ging es darum, erste Anregungen für den beschlossenen Agenda-Prozess und das zu schaffende Stadtleitbild zu sammeln. Dazu haben die Teilnehmer sechs Arbeitsfelder bearbeitet, die für eine mögliche Entwicklung von Leitlinien in Frage kommen. Außerdem wurden erste Vorschläge für einen griffigen Slogan gesammelt. Oberbürgermeister Alois Karl zeigte sich zufrieden mit der Tagung: „Man hat schon gesehen, wie engagiert die Teilnehmer nach einer ersten Abtastphase heran gegangen sind. Mich hat besonders gefreut, dass bei der Analyse der vergangenen 30 Jahre manchen erst so richtig bewusst geworden ist, was in Neumarkt alles geschehen ist und wieviel sich in unserer Stadt gut entwickelt hat.“ Die bei der Klausurtagung gesammelten Anregungen werden nun in einer Dokumentation zusammengestellt und dem Stadtrat im Frühjahr 2003 zur Prüfung und Abstimmung vorgelegt. Anschließend soll die Dokumentation allen Bürgern als Anregung und Information zugänglich gemacht werden. Am 18. Mai 2003 findet dann die große Auftaktveranstaltung statt. Im Rahmen eines umfangreichen Aktionsprogramms sind die Bürger eingeladen, sich mit dem Agenda-Prozess zu befassen und ihre Meinungen und Vorstellungen zu einem Stadtleitbild zu äußern. Die dabei gewonnenen Anregungen bilden die Grundlage für die Bürgerkonferenzen, die im Herbst 2003 vorgesehen sind. Im Sommer 2004 soll dann das Stadtleitbild für Neumarkt fest stehen und beschlossen werden. 28 Stadträte
sowie 6 Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren der Einladung gefolgt und
hatten sich am letzten Samstag zur Klausurtagung eingefunden. Dies ist für
Oberbürgermeister Karl keine Selbstverständlichkeit, wie er in seiner
Begrüßung sagte: „Neben all den beruflichen und familiären Anforderungen
opfern die Stadträte und auch die Verwaltungsmitarbeiter doch auch sonst
schon eine Menge Zeit für die Allgemeinheit bei Stadtrats- und
Ausschusssitzungen oder sonstigen Terminen. Sich da auch noch einen ganzen
Samstag frei zu halten, finde ich schon bemerkenswert und ich danke allen für
die zahlreiche Teilnahme und ihre Einsatzbereitschaft für die Belange der
Stadt.“ In drei
Gruppen verteilt und unter der Leitung von drei Moderatoren ging es am
Samstag dann um insgesamt sechs Themenfelder: Wirtschaft und Arbeit, Natur
und Umwelt, Kultur und Bildung, Soziales und Familie, Stadtstruktur und
Altstadt sowie um einen Bereich für offene Themen. Mit Hilfe der sogenannten
Delphi-Methode kam so jeder Teilnehmer einmal in jeden Themenbereich und
konnte dadurch seine Ansichten überall mit einbringen. Kern war nicht die
Diskussion, sondern die Sammlung von Ideen und Aussagen. Es ging auch nicht
darum, Projekte oder Maßnahmen zu beschließen, sondern Vorstellungen für die
Zukunft Neumarkts zu erfassen. Am Ende stand dann die Präsentation dieser Anregungen.
Es war eine umfangreiche Materialsammlung dazu entstanden, was sich die
Teilnehmer alles für die langfristige Entwicklung Neumarkts vorstellen, wo
sie wichtige Ansatzpunkte, Chancen und auch Probleme sehen. Nebenbei
wurden erste Vorschläge gesammelt, wie man den Prozess in Neumarkt nennen
könnte. Einige davon waren zum Beispiel: „Neumarkt – Visionen 2022“,
„Neumarkt - hier entsteht Zukunft“, „Neumarkt gestaltet Zukunft“ oder
„Visionen für Neumarkt“. Auch die
Moderatoren Ralf Clemens Stappen, Dr. Ulrich Müller und Dr. Erich Geiger
zeigten sich mit der Klausurtagung am Ende sehr zufrieden. Sie sei in einem
guten Klima abgelaufen und habe eine Vielfalt an Ergebnissen gebracht. Dies
zeigten auch die Bewertungen der Teilnehmer selber, die in übergroßer Mehrzahl
sowohl die Ergebnisse als auch den Verlauf positiv bewerteten. |
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