Friedensakademie wächst und gedeiht

 

NEUMARKT. In kleinen Schritten wächst die Friedensakademie Neumarkt in den Räumen und mit Unterstützung der Volkshochschule. Gabriele Graf, die kommissarische Leiterin der Gruppe von gut 10 Aktiven, wertete den ersten öffentlichen Auftritt als großen Erfolg. Referenten verschiedenster Organisationen stellten dabei ihre Friedensarbeit zum Thema: “Versöhnt leben und in Frieden sterben“ vor. Anwesend waren aktive Mitglieder von Humanum Vitae, vom Hospiz-Verein in Neumarkt und Vertreter der beiden großen Kirchen, die im Krankenhaus in Neumarkt in der Seelsorge wirken. Mit beim gemeinsamen Gespräch waren außerdem ein Bestattungsunternehmer und eine Ärztin aus Neumarkt. Von allen Teilnehmern wurde im Nachhinein betont, wie wichtig derartige gemeinsame Gespräche sind. Einziger Kritikpunkt der Organisatoren: Von vielen Neumarktern wurde die Tatsache bedauert, dass man von dem Gespräch vorab nichts wusste. Mehr Öffentlichkeitsarbeit tut also Not, eine Forderung, die angesichts leerer Kassen nur sehr schwer umzusetzen ist.

Trotz alledem will man jetzt ein Flugblatt herausgeben, in dem sich die „werdende Friedensakademie“ vorstellt und Ziele genannt werden. Keine Frage, Friedensarbeit im Großen wie im Kleinen ist dringlicher denn je. Und im Kreis der Aktiven ist man überzeugt davon, dass man Frieden lernen und praktizieren kann. Der Weg an sich mag schwieriger sein als der Weg hin zu den vielen Kriegen, sei es in Familien oder international gesehen.

Drei weitere Termine stehen jetzt bei der Akademie fest. Am 30 Oktober sprechen Vertreter unterschiedlichster Gruppen über das Thema: Trennung in Freundschaft oder Feindschaft. Auch hierbei wirkt die Akademie wieder über die Grenzen Neumarkts hinaus und erwartet einige Referenten aus Amberg. Zielsetzung bei der Themenberatung ist es, „in Verbindung lebenden Menschen dabei zu helfen, die bestehende Gruppe beibehalten zu können“. Im Falle einer unvermeidbaren Trennung jedoch will man den Weg der Feindschaft vermeiden helfen. Ratschläge von Betroffenen und Helfern sollen angeboten werden.

Am 11. Dezember sollen der Öffentlichkeit „Weisheiten der verschiedenen Lebensabschnitte“

angeboten werden. Sichtweisen  und Erfahrungen, die eventuell von den gängigen Normen abweichen. Ziel dabei ist es, nicht nur Alternativen kennen zu lernen, sondern man will Verständnis für zum Teil „Andersdenkende“ wecken.

Fern noch liegt der Termin am 8. Januar, wo ausländische Mitbürger kund  tun sollen, „wie sie „ihr, unser aller Neumarkt sehen“. Von der dabei beabsichtigten „Weitung der Sichtweisen“ erwarten sich die Planer in der Akademie ebenfalls wichtige Impulse für ein friedliches Zusammenleben.

Viel Arbeit haben die Organisatoren Frau Gabriele Graf, von Beruf Sozialpädagogin und die Ärztin Frau Dr. Karin Klappenbach. „Da braucht man viele Stunden bis die Referentenliste steht und die Gespräche dann laufen.“ Aber einhellig ist die Meinung, dass die Vernetzung unterschiedlichster Gruppen, der Meinungsaustausch untereinander ein wertvoller Beitrag in Richtung Frieden ist.

 


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