|
|
|
|
NEUMARKT.
„Diese Baumaßnahme der Stadt muss unverzüglich eingestellt werden, und die
verursachten Schäden sind schnellstens zu beseitigen“, fordert Stadtrat
Hans-Jürgen Madeisky. Er war am Wochenende nach Voggenthal gerufen worden, um
eine Besichtigung vor Ort vorzunehmen. Ein Bürger hatte sich darüber
beschwert, dass die Stadt Fräsgut von abgetragenen Teerflächen dazu nutzt,
einen Flurweg von Karhof Richtung Kirchgarten zu verbessern. Dagegen wäre an
sich nichts einzuwenden, wenn dieser
Weg nicht inmitten der Wasserschutzzone läge, genauer gesagt in der
Wasserschutzzone 3. Und dass dieser Abraum da nicht hin darf, weiß der
verantwortungsbewusste Bürger aus Voggenthal genau, denn vor nicht allzu
langer Zeit war er gezwungen worden, ebensolches Fräsgut „am äußersten Zipfel
der Wasserschutzzone gelagert“, binnen acht Tagen zu entfernen, weil es eben
verboten ist, dies in der Schutzzone
zu tun. „Diese Vorschrift“, so meint der einst Gescholtene, „muss natürlich
auch für den Oberbürgermeister der Stadt Neumarkt gelten. Sonst sei sein
Einsatz für das Trinkwasser und den notwendigen Schutz nur leeres Gerede“. Für
Stadtrat Hans Madeisky ist klar: Die etwa 150 Meter teerhaltige Masse, grob
geschätzt etwa 20 LKW-Ladungen voll, muss schnellstens weg, um so die Brunnen
in der Ottosau zu schützen. Letztendlich sei dies Gesundheitsschutz für die
Bürger. Die Stadt sollte sich dabei denselben Zeitrahmen setzen, wie man ihn den Bürgern auch vorgibt, meint
der Fraktionsvorsitzende der Fraktionsgemeinschaft, denn schließlich habe die
Stadtspitze vorbildlich zu wirken. „Die Angelegenheit muss auch deshalb ganz
schnell bereinigt werden, weil die Verantwortlichen sonst Gefahr laufen,
angezeigt zu werden. Der Weg der Vernunft sei hier allemal besser.“ |
|
|
lesen, was morgen in der Zeitung
steht... |
|