Leere Läden schmerzen

 

NEUMARKT. In der jüngsten Fraktionssitzung richtete die Fraktionsgemeinschaft Freie Liste Zukunft und Bündnis 90 die Grünen aufmunternde Worte an die Adresse des Vereins Pro Neumarkt. So sollte der genannte Verein seine in Angriff genommenen Themen weiter öffentlich bearbeiten. Unter anderem gelte es Folgeveranstaltungen zu den Themenbereichen Erlebnisbad, Wassereinsparung und Trinkwassersicherung durchzuführen. Entsprechende Wünsche hatten Teilnehmer der jeweiligen Veranstaltung geäußert und von Verantwortlichen seien auch Zusagen in diese Richtung gegeben worden. Allerdings herrsche momentan Funkstille und die Aktivitäten laufen , wenn überhaupt, dann im Verborgenen. Der Fraktionsgemeinschaft liegt sehr daran, dass die Gespräche mit den Bürgern, die der genannte Verein zu Wahlkampfzeiten begonnen hatte, jetzt auch fortgesetzt werden.

Die Fraktionsgemeinschaft sieht den Verein auch deshalb in der Pflicht zu wirken, weil man ja schließlich 90 000, damals noch DM per Stadtratsbeschluss zugesagt bekommen hatte, um effektiv arbeiten zu können. Mit einer Fortführung der Arbeit könne man auch vereinzelt zu hörenden Vorwürfen begegnen, dass „die bisher geleistete Arbeit lediglich ein Teil des OB-Wahlkampfes gewesen sei, mit öffentlichen Mitteln bezuschusst, versteht sich.“

Unzählige notwendige Arbeitsbereiche können jetzt genannt werden, so die Fraktionsgemeinschaft. Beraten müsse man dringlichst über den Platz am Untere Tor und die zukünftige Verwendung. Thema müsse auch die Belebung des Neumarkter Einzelhandels sein. Erschreckend dabei die Zahl von 27 Leerständen allein im innerstädtischen Bereich, wie von Vertretern der Bürgerinitiative für ein liebens und lebenswertes Neumarkt ermittelt wurde. „Auch hier besteht also Handlungsbedarf“, so die Stadträte in der Fraktionsgemeinschaft, besonders mit Blick auf die Leerstände im ehemaligen KDM und im Bereich Bahnhofstraße, ehemalige evangelische Volksschule und dem Gebäude daneben. Vorrangige Aufgabe sieht die Fraktion darin, zunächst hier Hand anzulegen, „bevor wir Prestigebauten , wie zum Beispiel das geplante Fischer-Museum in Angriff nehmen“. Stadtrat Hans Walter Kopp brachte hierzu den Vorschlag, den von der Ratsmehrheit beschlossenen Fischer-Bau, der zu größten Teilen von der Stadt zu finanzieren und zu unterhalten ist, um wenigstens ein Jahr zu verschieben. Die dadurch zu erwirtschaftenden Zinsvorteile könne man an vom Hochwasser betroffenen Privatpersonen in Bayern und den neuen Bundesländer geben „Uns schmerzt das nicht. Dann weihen wir das Museum eben erst ein Jahr später ein, nämlich zum 71. Geburtstag des Künstlers“, stellt die Fraktion in ihrer Presseverlautbarung fest.


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