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NEUMARKT. Der Kurs der Pfleiderer-Aktie erlebte
am Mittwoch eine rasante Talfahrt, nachdem das Unternehmen den Verkauf des
Dämmstoff-Geschäfts an die spanische Uralita bekanntgegeben hatte. Pfleiderer
musste die höchsten Kursabschlage im Bayern-Index hinnehmen: Der Kurs stürzte
teilweise um über elf Prozent auf 5,15 Euro. Unteredessen will Pfleiderer die im Frühjahr diesen
Jahres begonnene Konzentration auf die Geschäftsbereiche Holzwerkstoffe und
Infrastrukturtechnik fortsetzen und die geplante Veräußerung des Bereichs
Türenfertigung bis voraussichtlich Weihnachten abschließen, sagte Vorstandsvorsitzender
Ralf H. Bufe am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Die Gespräche mit in- und
ausländischen Investoren liefen "konstruktiv". Im Rahmen der im Mai
angekündigten strategischen Neuausrichtung hat das Unternehmen den Bereich
Dämmstoffe an die spanische Uralita SA, Madrid, veräußert. Die
Fenster-Fertigung war bereits im Juni auf dem Wege eines Management Buy outs
ausgegliedert worden. Der Verkaufserlös für die Dämmstoff-Aktivitäten von über
200 Mio EUR entspreche rund 40 Prozent der derzeitigen Nettoverschuldung des
Unternehmens, sagte Bufe weiter. Die Nettoverschuldung zum Ende des ersten
Halbjahres 2002 liege leicht über dem Wert vom Jahresende 2001, als
Pfleiderer Nettoverbindlichkeiten von rund 500 Mio EUR ausgewiesen hatte. Angaben zum Buchgewinn der
Transaktion machte Bufe auch auf Nachfrage nicht. Zugleich bekräftigte er das
Ziel, durch weitere Akquisitionen in den Kernbereichen zu wachsen. Der für
das Jahr 2005 angestrebte Umsatz auf dem Niveau von 2001 von 1,4 Mrd EUR
lasse sich nicht allein durch inneres Wachstum erreichen. Pfleiderer hatte Ende August
angesichts der Konjunkturschwäche vor allem in der Bauindustrie erklärt,
Umsatz und Ergebnis des Jahres 2001 nicht zu erreichen. Konkrete Prognosen
gab Bufe auch am Mittwoch nicht ab. Durch die Veräußerung der drei
Geschäftsfelder erwartet der Konzern für das Gesamtjahr auf Prof-forma-Basis
einen Umsatzrückgang auf 1,1 Mrd EUR. |
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