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Publikumsmagnet Pferdemarkt
NEUMARKT. Nicht
nur feurige Araberhengste und schwere Kaltblüter sind beim Abschluß-Höhepunkt
des Neumarkter Volksfestes zu sehen: es kann vielen der Besucher am Montag
auch passieren, dass ihnen OB Alois Karl, Volksfestreferent Herbert Fischer
oder ein anderer Stadtrat mit einer Sammelbüchse gegenübertritt: Es wird für
die Hochwasseropfer gesammelt !
Noch heute kann
man Reste des einstigen landwirtschaftlichen Festes beim Volksfest in
Neumarkt entdecken. Am letzen Volksfestmontag findet der Pferdemarkt statt,
der heute mehr eine Pferde- und Fohlenschau darstellt. Aber nach wie vor hat
er nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt. Tausende von Besuchern kommen
jährlich zu diesem besonderen Ereignis, an dem mehrere hundert Pferde
präsentiert werden. Der Pferdemarkt gilt neben dem Festzug als weiterer
Publikumsmagnet des Volksfestes.
Von Anfang an spielte die Landwirtschaft ein große Rolle im Rahmen des
Volksfestes. Schließlich entstand es 1830 als landwirtschaftliches Fest und
wurde jahrzehntelang als solches gefeiert. So fanden etwa 1880 nicht nur ein
großes landwirtschaftliches Volksfest statt, sondern auch viele Ausstellungen
wie eine Viehausstellung, eine Ausstellung für landwirtschaftliche Produkte
und eine für Gartenprodukte. Außerdem gab es eine Ausstellung für Bienenzucht.
Immer wieder war das Volksfest auch ein großes Bauerntreffen. Im Jahr 1937
hat man deswegen sogar den Großviehmarkt um eine Woche verlegt, damit er mit
dem Volksfest zusammenfiel. Besonders in den 50er Jahren versuchte man die
Landwirtschaft immer mehr in die Festlichkeiten einzubauen. Am 20.08.1950
etwa gab es einen gesonderten Bauernfestzug, der unter dem Motto stand
"Die vier Jahreszeiten - Arbeiten und Brauchtum im bäuerlichen
Jahresablauf". Geplant wurde der Zug vom bayerischen Bauernverband und
den Dorfgemeinschaften rund um Neumarkt. Dabei waren alle umliegenden
Gemeinden, Dörfer und Stadtteile aufgerufen, Stationen der bäuerlichen Arbeit
und des Alltagslebens darzustellen. So präsentierte beispielsweise Mühlen
eine Sähmaschine mit Pferdegespann, um die Jahreszeit Frühling zu
charakterisieren. Pölling zeigte eine bäuerliche Heimstube im Winter. Auch
dabei gab es wieder einen großen Vieh- und Schweinemarkt sowie
Filmvorstellungen über die Flurbereinigung.
Als Überbleibsel dieses landwirtschaftlich orientierten Volksfestes gibt es
heute noch den Pferdemarkt. Auch heuer wieder wird er zu den Höhepunkten des
Volksfestes zählen.
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