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Stadt zahlt für
Kreisverkehr in Stauf NEUMARKT.
Die Stadt Neumarkt sieht weiterhin einen Kreisverkehr beim Knotenpunkt
Staatsstraße 2238 und Kreisstraße NM 41 bei Stauf als einzig sinnvolle
Lösung. Deshalb wird sie sich mit 67.500 € an den Kosten dafür beteiligen.
Dies hat der Bau, Planungs- und Umweltsenat in seiner Sitzung am 20.6.2002
beschlossen. Ohne eine kostenmäßige Beteiligung der Stadt, so hatte das
Ministerium signalisiert, könne von dort keine Zustimmung zu einem
Kreisverkehr erfolgen. Oberbürgermeister Alois Karl und die Stadträte waren
froh, dass es nun doch zu dieser Lösung des Verkehrsproblems kommen kann,
auch wenn die Stadt dazu einen Eigenbetrag leisten müsse. „Lieber eine
richtige Lösung, die uns etwas kostet, als eine kostenlose, die aber unserer
Meinung nach die Falsche ist und mehr Probleme schafft als löst“,
kommentierte Oberbürgermeister Karl die jetzt gefundene Vereinbarung. Hintergrund
ist die bisher ablehnende Haltung des Straßenbauamtes zu einem von Stadtseite
favorisierten Kreisverkehr. Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung im Juli 2001
zwar einstimmig für einen Kreisverkehr gestimmt, aber das Straßenbauamt
lehnte dies ab und plädierte seinerseits für einen Rechtsversatz oder als
Sofortmaßnahme für eine Lichtzeichenanlage. Mit der
jetzigen Entwicklung haben die Bemühungen von Oberbürgermeister Karl doch
noch Erfolg gezeigt. Mehrere Male hatte er in Gesprächen mit dem
Straßenbauamt, aber auch mit dem zuständigen Staatssekretär Hermann
Regensburger auf einen Kreisverkehr gedrängt und die einhellige Meinung aus
Neumarkt bekundet. Auch brieflich hatte Oberbürgermeister Karl immer wieder auf
die Vorzüge des Kreisverkehrs hingewiesen. Oberbürgermeister
Karl und weitere Stadtratskollegen lobten aber auch ausdrücklich den Einsatz
von Stadtrat Ludwig Segerer, der „sich in diese Sache hineingekniet hat und
ohne dessen unermüdlichen Einsatz eine solche für Neumarkt positive
Entwicklung nicht mehr zustande gekommen wäre.“ Seit Jahren kämpft er
vehement für eine solche Lösung an der unfallträchtigen und gefährlichen
Kreuzung. Einen Rechtsversatz für rund 300.000 € wie vom Straßenbauamt
vorgesehen lehnte er stets genau so ab wie die zuletzt vorgesehene
Ampelanlage. Die
entscheidenden Weichen wurden jetzt bei einem Treffen in München gestellt,
bei dem Stadtrat Segerer zusammen mit Oberbürgermeister Karl und Stadtrat
Herbert Fischer am Rande einer Plenarsitzung das Gespräch mit Staatssekretär
Regensburger gesucht hatten. Dabei hatte sich eine Kreisverkehrslösung mit
Kostenbeteiligung der Stadt als einzige Alternative herauskristallisiert.
„Nur dann bekommen wir in absehbarer Zeit dort einen Kreisverkehr, den wir
alle als einzig richtige Lösung ansehen“, meinte Oberbürgermeister Karl im
Hinblick auf das Gespräch. „Ohne unser finanzielles Zutun wird dann eben nur
eine Ampelanlage hingestellt.“ Staatssekretär Regensburger hatte darüber
hinaus in einem Schreiben noch einmal bekräftigt, dass nur bei einer
Kostenbeteiligung der Stadt dem Bau eines Kreisverkehrs zugestimmt werden
könne. Das jetzt vom
Innenministerium vorgeschlagene Finanzierungsmodell sieht vor, dass von den
geschätzten Kosten für den Kreisverkehr in Höhe von 210.000 € die Kosten in
Ansatz gebracht werden, die für eine Lichtzeichenanlage angefallen wären. Für
eine Ampelanlage war ein Betrag von 75.000 € vorgesehen, der zwischen den
Baulastträgern - dem Freistaat und dem Landkreis Neumarkt - entsprechend der
betroffenen Straßenäste aufgeteilt werden sollte. Gegenüber der
Lichtzeichenanlage ergeben sich damit für den Kreisverkehr Mehrkosten in Höhe
von 135.000 €. An diesen Mehrkosten soll sich nun die Stadt mit 50 Prozent,
also 67.500 € beteiligen. Die restlichen Kosten werden auf Freistaat und
Landkreis entsprechend aufgeteilt. So ergibt sich für den Freistaat ein
Betrag von 86.450 € und für den Landkreis von 56.050 €. |
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