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Vierter Vize-Posten für CSU-Frau ?

 

NEUMARKT. Die Diskussion um einen vierten Landrats-Stellvertreter nimmt beinahe groteske Züge an: Weil man dem amtierenden Vize Rudi Bayerl (UPW) schwerlich die Eignung absprechen konnte, andererseits aber auch für einen dritten Mann aus den eigenen Reihen einen Posten brauchte, beschloß die CSU-Kreistagsfraktion, die Zahl der Stellvertreter von drei auf vier zu erhöhen. Aber jetzt prescht die Junge Union vor: Vierter Stellvertreter ist in Ordnung – aber natürlich für eine Frau ! Und die sollte von der CSU sein...

Der engere Kreisvorstand der CSU-Nachwuchsorganisation sieht überhaupt nicht ein, bei der Postenverteilung die UPW zu berücksichtigen. Der wegen Bayerl ins Spiel gebrachte vierte Stellvertreterposten sei dagegen schon willkommen: Hier könne man ein „Signal an die Frauen senden, sich wieder stärker einzubringen“, hieß es von der Jungen Union. Geeignete Kandidatinnen habe man auch gleich anzubieten: Fünf Frauen hätten jeweils mehr Wählerstimmen erhalten als Bayerl. Und passenderweise sind alle fünf CSU-Mitglieder.

Der Streit ist inzwischen auch CSU-Mitgliedern peinlich: „Vielleicht sollten wir 60 Landrats-Stellvertreter bestimmen“, meinte einer.

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