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Stadt steht voll hinter Museum Lothar Fischer

 

NEUMARKT. Die Stadt Neumarkt steht voll hinter den Plänen für das Museum Lothar Fischer. Dies hat die Stadtspitze heute noch einmal bekräftigt. Oberbürgermeister Alois Karl betonte ausdrücklich: „Wir begrüßen das Museum Lothar Fischer und die dazu eingerichtete Stiftung sehr. Und wir freuen uns, dass Lothar Fischer die kulturelle Bedeutung der Stadt Neumarkt mit seinem Lebenswerk aufwerten will. Wir bleiben bei unserer Zustimmung und unserem Willen für das Museum. Dies hat der Stadtrat in seiner übergroßen Mehrheit bei nur zwei Gegenstimmen beschlossen. Die überwältigende Mehrheit der Stadträte hat sich damit als gestaltende Seite erwiesen, während die blockierende in sehr deutlicher Minderheit ist.“ Für die Verantwortlichen im Rathaus ist die Unruhe lediglich durch die Unterschriftensammlung von Billi für eine Bürgerversammlung zustande gekommen. Überhaupt löst die Haltung von Billi bei allen Verantwortlichen nur größtes Unverständnis aus. Einerseits betreibt Billi alles, um das Museum und damit auch den Künstler verächtlich zu machen und ihn zu vergraulen. Andererseits tauchen unklare und verwirrende Aussagen auf, weil manche Billi-Mitglieder sich für, andere dagegen aussprechen.

Unabhängig davon ist die Haltung der Stadt unverändert positiv dem Museum gegenüber. Der Stadtratsbeschluss aus der Sitzung vom 13.6.2002 hat dies eindeutig unterstrichen. Dabei hatte die übergroße Mehrheit der Stadträte die Einrichtung einer „Lothar und Christel Fischer Stiftung“ begrüßt. Außerdem haben sie beschlossen, „dass die Planung für den Bau eines ‚Lothar-Fischer-Museums‘ unter finanzieller Beteiligung der Stadt weiter betrieben wird.“ Außerdem wurde beschlossen, dass auf dem von vielen als optimal angesehenen Standort neben der Stadtbibliothek, wie von Architekt Johannes Berschneider in der Sitzung vorgetragen, weiter geplant wird.

Die Arbeiten dazu laufen planmäßig. So vollzieht sich in der Verwaltung derzeit die Planungsphase, daran wird sich die Umsetzung der Pläne anschließen. In absehbarer Zeit wird es auch eine Bürgerversammlung für die interessierten Bürger geben. Auch dafür laufen bereits die Planungen.

Bei dieser Bürgerversammlung sollen die bis dahin vorliegenden Pläne und Informationen zum Museum präsentiert werden. Sie wird sich damit nicht von den rund 40 Bürgerversammlungen in den letzten zehn Jahren unterscheiden, die zu bestimmten Projekten oder Themen in den Stadtteilen oder für die ganze Stadt abgehalten worden sind. Bei der Bürgerversammlung zum Museum wird auch Grundsätzliches zur kulturellen Fortentwicklung Neumarkts zur Sprache kommen.

Eine Entscheidungsplattform sieht die Stadt in der Versammlung nicht. Dies sind Bürgerversammlungen noch nie gewesen. Demokratische Entscheidungen beruhen in unserer repräsentativen Demokratie im übrigen nicht darauf, dass bei jedem Projekt und Vorhaben eine Volksbefragung oder Umfrage durchgeführt wird. Dies würde häufig effektive Maßnahmen und eine zügige Umsetzung blockieren. Auf kommunaler Ebene ist die Entscheidungsinstanz der Stadtrat. Er bestimmt die Maßnahmen und Mittel, die Projekte und Pläne. Dafür sind die 40 Vertreter gewählt und bei den Entscheidungen stimmen sie stellvertretend für alle Bürger ab.

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