"Pfiffige Lösungen" zum Haus der Jugend
NEUMARKT. Auf positives Echo stießen die Planentwürfe von Architekt Robert M. Huber zum geplanten Haus für Jugend, Bildung und Kultur. Oberbürgermeister Alois Karl sah darin eine "pfiffige Lösung, die mich angenehm überrascht. Das Haus erhält durch seine ungewöhnliche Bauweise eine besonders jugendliche Note." Auch die Mitglieder des Bausenats zeigten sich von den Entwürfen angetan. Architekt Huber hatte den Senatsmitgliedern vor einigen Tagen die Pläne vorgestellt und erläutert. Der vom "Arbeitskreis Haus der Jugend" selber ausgewählte Standort am Eingang des Volksfestplatzes wird durch die Planungen Hubers ideal aufgenommen. Das von Huber als "Schlauer-Fuchsbau" konzipierte Zentrum soll am jetzigen Wall der Brücke, die vom Volksfest über die B299 führt, entstehen. Baubeginn soll im kommenden Frühjahr sein. Oberbürgermeister Karl hatte bei der Pressevorstellung der Pläne noch einmal darauf hingewiesen, dass die Stadt sehr wohl hinter diesem Projekt stehe. Dies zeigen die nun fertig gestellten Planungsentwürfe deutlich. Auch wenn manche Kritiker der Stadt anderes unterstellen, habe man stetig an der Umsetzung der Pläne gearbeitet. Der ursprünglich angedachte Baubeginn Ende September diesen Jahres sei nur durch die nicht vorhandene Förderungszusage des Bayerischen Jugendrings zustande gekommen. Die dadurch eingetretene Verschiebung des Baubeginns um wenige Monate falle jedoch keineswegs gravierend ins Gewicht. Denn es zeigt sich nun, dass der Baubeginn vom Ablauf her sowieso nur schwer zu halten gewesen wäre.
Denn schließlich sollen die von Huber vorgelegten Planentwürfe jetzt noch mit den beteiligten Jugendlichen abgestimmt werden. Diese hatten in Workshops selber zusammen mit dem Architekten erste Ideen für das Haus der Jugend entworfen, die nun eingeflossen sind. Auch mit dem Bauamt, dem Jugendbüro und dem Bayerischen Jugendring sind nun noch Abstimmungsgespräche notwendig. Deren Ergebnisse werden dann in detailliertere Pläne einfließen, die von den Stadträten abgesegnet werden müssen. Für Oberbürgermeister Karl stellt das Vorgehen ein Beteiligungsprojekt dar, das auch einiges an Zeit in Anspruch nehme. Man habe schließlich die Jugendlichen von Anfang an ganz bewusst mit einbezogen. Bei der Standortwahl hatten sie selber im Arbeitskreis Jugendzentrum fünf Standorte untersucht und den am Volksfest als am besten geeignet vorgeschlagen. Obwohl von manchem Kritiker immer wieder andere Standorte ins Spiel gebracht worden waren, hatte die Stadt an diesem von den Jugendlichen selber gewählten Standort festgehalten. Auch die Ausgestaltung und die Raumvorstellungen gehen letztlich auf die Ideen der Mitglieder in dem Arbeitskreis zurück, in dem teilweise bis zu 80 Personen mitgewirkt haben. Der Planentwurf von Architekt Huber sieht nun vor, dass die einzelnen Elemente des Jugendzentrums unter und seitlich des Brückenwalls angeordnet werden sollen. Dabei verschwinden die Räumlichkeiten unter der Erde und erhalten ihre Belichtung von oben durch Kuppeln und von der Seite durch große Glasflächen. Im Innern sind Gruppen- und Proberäume, ein Saal und Büros sowie Sanitäreinrichtungen untergebracht. Die variablen Wände machen es möglich, größere Einheiten zu erhalten. Erstellt am
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