Zahl der Verletzten stieg starkNEUMARKT. Zwei Menschen starben im letzten Jahr bei Unfällen auf der Autobahn zwischen Oberölsbach und Laaber - ein Jahr zuvor gab es nur ein Todesopfer. Sorgen bereitet der zuständigen Autobahnpolizei aber der starke Anstieg der Verletztenzahlen, erklärte Dienstellenleiter Wittmann bei der Vorstellung der Jahresbilanz.Im Jahre 2003 wurden auf dem 50 Kilometer langen Autobahnabschnitt zwischen Oberölsbach und Laaber 405 Verkehrsunfälle bearbeitet. Trotz einer stetigen Zunahme des Verkehrsaufkommens können die Unfallzahlen insgesamt gesehen als stabil bezeichnet werden. Im Vergleich zum Jahr 2002 stiegen die Unfallzahlen lediglich um 1,26 Prozent. Der durchschnittliche Tagesverkehrswert liegt auf Höhe der Anschlussstelle Neumarkt bei ca. 33 000 Fahrzeugen (beide Fahrtrichtungen). Bei 70 Verkehrsunfällen entstand Personenschaden (plus 14 Prozent). Dabei wurden zwei Personen getötet und 113 Personen verletzt. Die Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang stiegen von einem Unfall auf zwei Unfälle, liegen jedoch insgesamt gesehen auf niedrigem Niveau. Eine besondere Steigerung ist bei den verletzten Personen festzustellen. Hier stieg die Zahl von 88 auf 113 verletzten Personen, dies ist eine Steigerung um 28,4 Prozent. Im 10-Jahres-Vergleich liegt der Durchschnitt bei 68 Verkehrsunfällen mit Personenschäden und 102 Verletzten. Bei den 405 Verkehrsunfällen entstand ein Gesamtsachschaden von insgesamt 1,34 Millionen Euro. Die Hauptunfallursache ist wie jedes Jahr die nicht angepasste Geschwindigkeit bei widrigen Witterungs- und Straßenverhältnissen. Hier mussten 32 Unfallverursacher mit Bußgeldern beanstandet werden. Als weitere Hauptunfallursache entwickeln sich Fehler beim Überholen. Dies hängt insbesondere auch mit der Zunahme des Schwerverkehrs auf der BAB A 3 zusammen. Das Unfallaufkommen in der 5-monatigen Baustelle an der Pilsachtalbrücke hielt sich in Grenzen. Es mussten lediglich 22 Verkehrsunfälle mit Sachschaden bearbeitet werden. Im Jahr 2004 ist im genannten Streckenabschnitt nur eine kleine Baustelle zu erwarten. Es wird das Brückenbauwerk bei der Anschlussstelle Parsberg ausgebessert. Die Sanierungsarbeiten sind in den Monaten Juni/Juli geplant und werden ca. 4 Wochen andauern. Verkehrsunfälle mit Alkohol gab es 4; Trunkenheitsfahrten ohne Unfallfolgen wurden 38 gezählt. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit auf der Autobahn sind die täglichen Verkehrskontrollen und Streifen unabdingbare Grundlage. Bei 15 400 geleisteten Außendienststunden wurden im vergangenen Jahr ca. 16 000 Verkehrsteilnehmer kontrolliert. Dabei liegt ein Schwerpunkt bei der Überwachung des Lkw-Verkehrs. 8.500 Lkw-Fahrer wurden wieder überprüft, mehr als jeder Dritte, nämlich 3.640 Lkw-Fahrer bzw. Fahrzeuge, mussten beanstandet werden. Die Palette von technischen Mängeln beginnt bei den abgefahrenen Reifen, ausgefallenen Bremsanlagen bis hin zu Defekten an der Lenk- und Zugeinrichtungen. 2003 wurden im gesamten Schwerverkehrsbereich 80 Kraftfahrzeuge sichergestellt und 1 024 Anzeigen wegen Verstößen nach den Sozialvorschriften an die Bundesanstalt für Güterverkehr bzw. an die Gewerbeaufsichtsämter vorgelegt. In die Schwerverkehrskontrollen wurden dieses Jahr schwerpunktmäßig auch die Reisebusse und ihre Fahrer einbezogen. Bei 130 kontrollierten Reisebussen wurden 61 Beanstandungen, also knapp die Hälfte, festgestellt. 15 Busfahrer hatten die zulässigen Lenkzeiten überschritten, 27 Mal musste ein Bußgeld wegen Geschwindigkeitsverstößen ausgesprochen werden. Immer wieder werden Reisebusse, insbesondere aus den Balkanstaaten, mit erheblichen technischen Mängeln angetroffen (z.B. siehe Pressebericht vom 24.11.2003). Bei erheblichen Verstößen wird die Weiterfahrt unterbunden, bis die technischen Mängel behoben sind bzw. die Ruhezeit eingebracht wird oder ein Ersatzfahrer die Fahrt fortsetzt. Für die Reisenden bedeutet dies eine uneingeplante Wartezeit. Der Großteil der Beanstandungen liegt jedoch bei Kraftomnibussen mit ausländischer Zulassung. Im gesamten Schwerverkehrsbereich wurden 2 380 Kraftfahrzeuge sichergestellt und 1 024 Mal Anzeigen wegen Verstößen nach den Sozialvorschriften an die Bundesanstalt für Güterverkehr bzw. an die Gewerbeaufsichtsämter vorgelegt. Im vergangenen Jahr mussten wieder 69 Aggressionsdelikte im Straßenverkehr bearbeitet werden. Es handelt sich bei diesem rücksichtslosem Fahrverhalten insbesondere um Nötigungen, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr. Neben der Geldstrafe bedeutet dies auch häufig den Entzug der Fahrerlaubnis. Ein Anzeigenschwerpunkt waren im vergangenen Jahr auch Verstöße nach dem Güterkraftverkehrsgesetz. 288 Lkw-Fahrer hatten keine Transportlizenz im grenzüberschreitenden Güterverkehr bzw. die Eintragungen fehlten. Insgesamt gesehen mussten bei 729 ausländischen Verkehrsteilnehmern Sicherheitsleistungen einbehalten werden. Zur Minimierung des Unfallrisikos auf der Autobahn gehört zur Kontrolltätigkeit auch die Überwachung der Ladungssicherung (siehe Bildbeilage). Verlorene Ladungsteile führen immer wieder zu Verkehrsunfällen mit i.d.R. größeren Sachschäden, da die auf der Fahrbahn liegenden Teile häufig von mehreren Fahrzeugen überfahren werden bis die Gefahrenstelle erkannt bzw. beseitigt werden wird. Im Bereich der Eigentumskriminalität mussten 49 Tankstellenbetrüge verfolgt werden, die i.d.R. mit umfangreichen Auslandsermittlungen verbunden sind. Weiter wurde in 17 Diebstahlsdelikten ermittelt. Gegen 66 Ausländer wurden Ermittlungsverfahren wegen eines illegalen Aufenthalts eingeleitet. Dienststellenleiter: Wittmann, PHK Erstellt am
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