Kneipenbühne Oberweiling

Trio statt Quintett


„Giftwood“

NEUMARKT. Mit leichtem Handicap spielte die Altdorfer Band „Giftwood“ in der Obeweilinger Kneipenbühne.

Da der Schlagzeuger erkrankt war und der Bassist lieber nicht ohne Drummer spielen wollte, musste sich das Quintett auf ein Trio reduzieren.

Das erschien nicht weiter schlimm, da die beiden Initiatoren des Projekts – Mike Kolb und Jörg Szameitat – zusammen mit dem filigran Piano und Akkordeon spielenden Wolfgang Völkl durchaus überzeugen konnten, auch wenn ihnen ein gewisser Grad an Nervosität anzumerken war. Den versuchten die beiden Cousins mit vielen, oft witzigen Zwischentexten zu kaschieren, was leider ein wenig auf Kosten des Gesamtbildes und des durchwegs liebenswerten „Feelings“ ging.


Auf der anderen Seite hatte das um die Rhythmusgruppe reduzierte Klangereignis durchaus seinen Reiz. Eines wurde jedenfalls evident: das Markenzeichen von „Giftwood“ ist und bleibt wunderschöner zweistimmiger Gesang und feinsinniges Arrangement, durch das in der Kneipenbühne auch hin und wieder die Lautstärke auf Flüsterniveau heruntergefahren wurde, was übrigens die Spannung im Publikum ungemein steigerte.

Mandoline und Mundharmonika brachten zudem viel Farbe ins Spiel. Man sollte darüberhinaus nicht vergeseen, dass Kolb/Szameitat das Risiko eingehen, eigene Songs zu schreiben, die sich zwar oft am Sound von „Simon & Garfunkel“ orientieren, aber trotzdem durch die Bank eigenständig, klug und stets von hoher Qualität sind.
06.03.17

„Giftwood“ in Oberweiling

NEUMARKT. Am Samstag gibt es in der Oberweilinger Kneipenbühne ein Wiedersehen mit „Giftwood“.

Wenn zwei Songwriter so harmonieren wie die Altdorfer Mike Kolb und Jörg Szameitat von Giftwood - stimmlich wie instrumental - dann liegt ein Vergleich mit Simon & Garfunkel nahe.


Freilich greift ein Vergleich immer auch zu kurz. Kolb und Szameitat sind zwar am Folkrock der späten 60er und frühen 70er Jahre geschult, ihre Songs tragen aber eine unverkennbar eigene Handschrift.

Kongenial ergänzt werden sie von ihrer virtuosen Rhythmusgruppe aus Bass, Schlagzeug und Keyboards/Akkordeon. So zaubern Giftwood wehmütigen, hoffnungsvollen Forest-Rock, der ins Ohr und zu Herzen geht.
03.03.17

Glück und Elend


Christine Eixenberger
Foto: Volker Kindl
NEUMARKT. Christine Eixenberger gastierte mit „Lernbelästigung“, ihrem zweiten abendfüllenden Programm, in der bis zum Rand gefüllten Oberweilinger Kneipenbühne.

Wie im ersten Kabarettabend mit dem Titel „Ballkontakt – eine Spielerfrau packt aus“ – gestaltete sie den neunzig-Minuten-Auftritt als ein blitzgescheites Ein-Mann-Theaterstück, für das sie weder nennenswerte Requisiten noch raffinierte Verkleidungen brauchte.


Der rote Faden, der sich diesmal durch das Programm zog, mäanderte zwischen dem zweifelhaften Glück und dem unbestrittenen Elend, den Beruf einer Grundschullehrerin ergriffen zu haben. Mit einer Durchschlagskraft, die nur möglich ist, wenn man selbst erlebt hat, was man parodiert, erzählte Eixenberger Episoden aus dem Alltag mit Kollegen und imitierte auf der anderen Seite hinreißend komisch und gleichzeitig stets authentisch wirkend einige ihrer problematischen Drittklässler.

Dazwischen flocht die erstaunlich wandlungsfähige, immer zum Brüllen lustige Schlierseeerin andere – persönliche sowie auf CSU-Bayern bezogene politische – Themen in ihr ebenso spannendes wie abwechslungsreiches und effektvolles Konzept ein.
27.02.17

„Lernbelästigung“ in Oberweiling

NEUMARKT. „Lernbelästigung“ heißt Christine Eixenbergers aktuelles Soloprogramm, das am Samstag in der Oberweilinger Kneipenbühne präsentiert wird.

Auch in ihrem zweiten Solo-Programm holt die Schlierseer Kabarettistin ihr wahres Leben auf die Bühne. Das Staatsexamen ist geschafft, nun muss sie sich als Referendarin durch den Bildungsdschungel kämpfen, als Teamchefin einer Mannschaft von 23 Rotzlöffeln, die mit einem Bein noch im Sandkasten, mit dem anderen schon in der Pubertät stecken.


War in ihrem ersten erfolgreichen Bühnensolo "Ballkontakt" noch der Fußballplatz das bevorzugte Forschungsterrain, so gerät in "Lernbelästigung" die Grundschule zum Hexenkessel der gesellschaftlichen Emotionen.
22.02.17


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ISSN 1614-2853
16. Jahrgang