Kneipenbühne Oberweiling

Nämmbercher Granndler

NEUMARKT/OBERWEILING. Wolfgang Kleiber ist einer derjenigen, die immer wieder einmal in Owei spielen, seitdem es die Kneipenbühne gibt, mittlerweile also schon seit fast 25 Jahren: er tat dies zunächst als Sololiedermacher und Willi-Michl-Verehrer, später als der zweifellos Schlagfertigste und Witzigste bei den Kla4stimmers und bei Some Sing.

Nach mehreren Jahren Aufenthalt in der fränkischen Metropole Nürnberg lernte er dann nicht nur ein berfeggdes Labial-Ell , sondern auch etwas vom Lebensstil des typischen Nämmbercher Granndlers , den er absolut überzeugend kolportiert. Nun definiert er seine Fähigkeit, in andere Rollen mit diversen Spracheigenheiten zu schlüpfen, neu: So gab es am Samstag nicht nur eine weitere Episode des von seinen Fans so heiß geliebten Herbert Drieflers, seiner Else und ihrer Reise in die Dom.Rep. , sondern auch den Auftritt eines eher stillen und schüchternen Musikanten aus der Tschechischen Republik, der fier errkrankten Kleiber einsprang, dann mimte er den g´schertesten Oberpfälzer Bauern, den man sich nur denken kann oder ließ Marcel Reich-Ranicki ein Pflanzen- und Tierbuch kritisieren: Zum Brüllen!

All seine witzigen Ideen umkleidete er mit fabelhaftem Gitarrenspiel von Flamenco bis Country-Picking, machte sich über deutsche Reggae-Ikonen à la Söllner lustig und enthielt dem begeisterten Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Kneipenbühne natürlich auch seine Ewigkeits-Hits wie I m Bavarian und im Zugabeteil Der A-A is a Bebbe nicht vor.

Kleiber erwies sich ein weiteres Mal als echtes Unikum, das immer wieder für Überraschungen gut ist, und sei es mit einer Spontanballade zu Ehren der Kneipenbühne.
02.10.05

Furioses Debüt

NEUMARKT. In der gnadenlos mit begeisterten Zuhörern gefüllten Oberweilinger Kneipenbühne gaben d Raithschwestern und da Blaimer am Samstag ein furioses Debüt.

Mit von der Partie Bertl Wenzl, der souverän die Tuba, aber auch gewohnt elegant Saxophon und Klarinette bediente. Volksmusik lebt und feiert prächtige Urständ, fernab von den Schrecknissen sogenannter Volksmusiksendungen wie dem Musikantenstadel.

Was Susi und Tanja Raith an Traditionellem und Eigenem präsentierten, war so voll praller Lebenslust, dass einem schier die Spucke wegblieb. Tränen lachen konnte man zudem über einen hinreißenden Blaimer, der kein einziges Mal aus der Rolle des leidenden Ehemannes fiel und somit die beiden Super-Emanzen konterkarirte, dass es besser nicht ging. Zumal er von seiner Tanja zurechtgewiesen wurde, wann immer er einen Ausbruchsversuch startete, zum Beispiel, als er zwei Blockflöten via Nasenlöcher spielen wollte - zum Brüllen.

Dass das Ganze als CD-Präsentation firmierte, erschien angesichts so viel herrlich lockerer Szenen und Situationskomik eigentlich ganz nebensächlich. Die reine Lust!
25.09.05

Herrschafts-Weiber

NEUMARKT. Am Samstag gastieren D'raithschwestern und der Blaimer in der Oberweilinger Kneipenbühne.

Mit Steirischer, Gitarre und einem frechen Mundwerk bewaffnet erklimmen die beiden stimmgewaltigen gstandenen Weibsbilder Tanja und Susanne Raith die Bühne und fegen mit donnergewaltigen Stimmen alle Vorstellungen von heimtümelnder Volksmusik beiseite: Volksmusik lebt, sie ist aktuell, spritzig und beansprucht die Lachmuskeln bis zur Schmerzgrenze.

Sie brechen mit Jaguars Parklücken auf, schwängern Männer, versauen ihnen die Zukunft, setzen ihnen Hörner auf, machen Bürgermeister zum Affen, verraten wie der Schoas in die Wurst kommt, zählen Abends ihr Flöhe nach, wenn sie von der "anstrengenden Arbeit" auf dem Heuboden heimkommen und empfangen dann die Burschen, die in Schlangen zum Fensterln anstehen.

Ein über soviel herrschaftliche Weiblichkeit leicht eingeschüchtert wirkender Blaimer erklärt schliesslich in witziger Melancholie, warum Männer sowieso immer die Deppen sind, Plastikfrauen echten vorzuziehen sind und warum es besser ist, früh den Löffel abzugeben, als arm und verheiratet alt zu werden.

Warum und wie das alles genau ist, läßt man sich aber am besten von den Raith-Schwestern und dem Blaimer selbst erzählen.

(Kein Kartenvorverkauf, nur Abendkasse, Einlass ab 20 Uhr.)

Links zum Thema: www.kneipenbuehne.de
21.09.05

Wüstensöhne kamen an

NEUMARKT. Mit einem furiosen Konzert eröffnete die Kneipenbühne Oberweiling ihre 25. Saison.

Vor vollem Haus gastierte das Münchner Quartett „Sons Of The Desert“ und zeigte einmal mehr, was Blues wirklich sein kann – eine intelligente akkordreiche Musik mit unerhörten Grooves und lustigen, feinsinnigen Texten. Was zum Beispiel der österreichische 4-Saiten-Tenor-Gitarrist Leopold Stepanek aus dem altehrwürdigen St. Louis Blues machte, spottet jeder Beschreibung.

Natürlich ist es immer wieder eine Augen- und Ohrenweide, silbrig glänzende Blechinstrumente wie Sousaphon, National Steel Guitar oder Ukulele zu hören und zu erleben, was hier höchstens noch vom skurrilen Aussehen (Marokkanischer Fez + Hawaii-Blumengirlande) der Bandmitglieder übertroffen wird.

Leider warteten viele Besucher auf einen Hulatanz im Baströckchen vergeblich. Sängerin Diana Ponte enthielt ihn dem ansonsten begeisterten Publikum vor.

Die leichte Enttäuschung wurde aber durch die phantastische musikalische Leistung der vier locker wett gemacht. Nicht nur Blues in allen Variationen, auch Volksmusik aus Hawaii und ein russischer Tanz standen auf dem Programm – und zum prächtigen Schluss gab es wie im vergangenen Jahr die anscheinend schon obligatorische Session.
19.09.05


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16. Jahrgang