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Zwei Lehrer pro Klasse


Bernhard Suttner sprach beim ÖDP-Kreisverband Neumarkt
NEUMARKT. Einen qualitativen Quantensprung in der Bildungspolitik nannte Bernhard Suttner die Forderung der ÖDP nach einer zweiten Kraft in jeder Grundschulklasse.

Suttner, der ehemalige Landesvorsitzende der ÖDP, war in seiner Eigenschaft als Bildungsreferent nach Neumarkt zu einer ÖDP-Versammlung gekommen und warb für "die nur auf den ersten Blick kühne Forderung". In seinem Vortrag sagte Suttner, dass der Start in der Schule für alle Kinder gelingen müsse. Es dürfe keine Kinder geben, die bereits am Schulbeginn zurückbleiben, denn dann sei die "Bildung ist nichts für mich–Karriere" schon vorprogrammiert.

Es sei keine Utopie, eine solche Forderung zu stellen, sondern bereits vielfach gängige Praxis. Fast überall in Skandinavien, aber auch in modernen deutschen Schulen, zumeist Privatschulen, gehöre die "zweite Kraft" in der Grundschule bereits zum Schulkonzept. In Regensburg werde an der Bischof-Manfred-Müller-Grund- und -Mittelschule mit der zweiten Kraft gearbeitet. Und auch im Kindergarten sei die zweite Kraft in einer Gruppe eine Selbstverständlichkeit und nicht wegzudenken. Die verantwortlich-leitende, akademisch ausgebildete Lehrkraft könne und solle durch die zusätzliche Kraft nicht ersetzt werden.

Für die Finanzierung schlägt Suttner eine Umwidmung des Solidaritätszuschlages vor. So sollte man den "Soli" reformieren und ihn zu einem Solidaritätsbeitrag für Bildung, Betreuung und Pflege umbauen. Nicht Investitionen in "überflüssige Infrastrukturmaßnahmen" wie dem Neubau von Autobahnen und Bundesstraßenoder Startbahnen für Flughäfen sollten mit dem Soli finanziert werden, sondern vielmehr der Aufbau von leistungsfähigen Bildungs-Startbahnen für junge Menschen. "Deutschland braucht keine Fehlinvestitionen in Beton, Deutschland braucht Investitionen in Bildung", so Suttner.

Bei der anschließenden, lebhaften Diskussion mit den Zuhörern wurde der Vorschlag aufgeworfen, studierende arbeitslose Junglehrerer als zweite Kraft einzusetzen. Bernhard Suttner entgegnete, dass sich Studierende aus Deutschland bereits heute in europaweitem Austausch befinden und zum Beispiel in Finnland als zweite Kraft im Schulalltag willkommen sind.

Die ÖDP Bayern hat eine Petition zur Einführung der zweiten Kraft in jeder Grundschule verfasst. Viele Zuhörer nutzten die Gelegenheit, sich in die Petitionslisten einzutragen.
26.02.12

"Durch Blockade verhindert"

NEUMARKT. Der Energie-Riese "Eon" soll im Landkreis Neumarkt Projekte für erneuerbare Energien blockieren, heißt es von der ÖDP.

Während andere Lokalpolitiker beim ÖDP-Bezirksparteitag in Schwandorf vom systematischen Ausbau lokaler Netzte durch "Eon" berichteten, sagte der bei der Versammlung in den Landeshauptausschuß der Partei gewählte Josef Neumeyer aus Berching, viele Wind- und Fotovoltaik-Vorhaben würden "durch die Blockadehaltung der Eon verhindert".

Als Beispiel nannte Neumeyer Deining-Mittersthal oder Berching-Wirbertshofen. Besonders ärgerlich sei, dass Bauwillige, die "mehr als 30 kWp" einspeisen wollen, für die Netzverträglichkeitsprüfung mehrerer hundert Euro zahlen müßten, ihnen jedoch keine differenzierte Auskunft gegeben werde, wieviel sie wirtschaftlich optimal im eigenen Grundstück einspeisen könnten.

Es scheine so, dass sich "Eon" gegenüber Kommunalpolitikern anders gebärde als gegenüber Bürgern, erklärte Neumeyer.

Bei der Versammolung in Schwandorf wurde Peter Zollbrecht aus Lauterhofen in den ÖDP-Bezirksvorstand Oberpfalz gewählt. Er sprach sich für eine 50-Hz-Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Hof aus. Die allgemeine Elektrifizierung der deutschen Bahn mit 16 2/3 Hz sei ein Relikt aus vergangenen Tagen. Der Vorteil wäre, dass das Bahnnetz in das öffentliche Netz integriert werden könnte und auf diese Weise viele Stromtrassen und Reservehaltung gespart werden könnte.

Beim ÖDP-Bezirksparteitag in Schwandorf stand vor allem der sofortige Ausstieg aus der Atomenergie im Mittelpunkt.
25.04.11

ÖDP-Bezirks-Chef wird gewählt

NEUMARKT. In Neumarkt wird am Freitag turnusgemäß der neue Oberpfälzer Bezirksvorsitzende der ÖDP gewählt.

Die Ökologisch-Demokratische Partei hat alle Interessenten und Mitglieder zur jährlichen Bezirksmitgliederversammlung ab 19 Uhr im Neumarkter Johanneszentrum eingeladen. Es stehen die turnusmäßigen Neuwahlen des Bezirksvorstandes an. Der 45jährige Polizeihauptkommissar Klaus Mrasek aus Amberg bewirbt sich erneut um das Amt des Bezirksvorsitzenden.

Zum Thema "Wege aus der Krise: Ressourcenbegrenzte Wirtschaft" spricht Jürgen Osterlänger, Entwicklungsingenieur, Kreisrat und ÖDP-Bezirksvorsitzender Mittelfranken.

Das "Volksbegehren Nichtraucherschutz" bildet einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung.
19.11.09


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