Landwirtschaft

Folien geklaut

NEUMARKT. Diebstahl oder Anschlag ? In Pavelsbach wurde Abdeck-Folie gestohlen, was beinahe zum Totalverlust der Futtervorräte geführt hätte.

Der Diebstahls-Schaden hält sich mit 450 Euro durchaus in Grenzen, wenn man bedenkt, daß als Folge des Diebstahls leicht rund 75.000 Euro Sachschaden hätte entstehen können.

Am Mittwoch deckte ein 30jähriger Landwirt aus Pavelsbach seine dreiteilige Fahrsiloanlage, die mit Mais und Gras befüllt war, mit mehreren Folien luftdicht ab. Als er am Donnerstag gegen 6.30 Uhr nachsah, waren insgesamt sechs Folien durch einen unbekannten Täter gestohlen.

Er reparierte die Abdeckung notdürftig bis gegen 9 Uhr. Als er dann nach anderthalb Stunden zurückkam, war die Folie erneut entfernt.

Durch das Entfernen der Folie gerät Sauerstoff an die Silage, wodurch diese verfaulen kann - was zum Totalverlust der Futtervorräte führt.

Der Hof befindet sich etwa 200 Meter außerhalb von Pavelsbach und ist frei einzusehen.

Die Polizei bittet um Hinweise unter Telefon 09181/4885-0.
18.09.09

Vorwurf erneuert

NEUMARKT. Grünen-Kreisvorsitzende Gabriele Bayer bleibt bei ihrem Vorwurf der mangelhaften Beratung durch den Bauernverband.

Es gehe ihr aber nicht um die Beratung bei Buchhaltungs- oder Rechtsfragen, heißt es in einer Pressemitteilung zum Bauernverband, der entsprechende Formulierungen der Grünen als "unredlichen Wahlkampf auf Kosten anderer" zurückgewiesen hatte (wir berichteten).

Beratungen zum operativen Geschäft der Bauern stelle sie nicht in Frage, erklärte Bayer. Sie kritisiere die strategische Zukunftsberatung des Bauernverbandes in die Richtung, mehr auf Masse und Spezialsisierung zu setzen. Zuletzt sollten die Bauern auch noch Gentechnik anbauen.

Der Bauernverband sei mit verantwortlich, dass die Bauern heute abhängig von der Großindustrie seien und die Preise verfallen, so dass die Bauern teilweise ihre riesigen Investitionen nicht mehr tilgen können, hieß es. Die nächsten Generationen würden für diese Fehler bezahlen müssen.

Die CSU und der Bauernverband hätten sich zu "Handlangern der Großindustrie gemacht, die den Nahrungsmittelsektor komplett kontrollieren wollen", erklärte Bayer.
18.09.09

Bauernverband verärgert

NEUMARKT. Beim Neumarkter Bauernverband weist man den Grünen-Vorwurf über mangelhafte Beratungsqualität zurück.

Grünen-Sprecherin Gabriele Bayer hatte bei der Ankündigung eines Besuchs von MdL Sepp Daxenberger am Sonntag in Neumarkt erklärt, viele Bauern im Landkreis seien durch die "miserable Beratung" durch den Bauernverband "total frustriert" (wir berichteten).

Bauernverbands-Geschäftsführer Thomas Bayerl wertete dies als "unredlichen Wahlkampf auf Kosten anderer". "Frau Bayer kennt weder mich noch unsere 15 Mitarbeiter inklusive der Steuerberatung im Haus. Woher kommt dann so ein Urteil?" fragte Bayerl in einer Pressemitteilung.

In der Grünen-Ankündigungen wurden auch Neumarkter CSU-Abgeordnete hart angegangen. MdL Albert Füracker hatte dies noch am gleichen Tag in einer Pressemitteilung als "plumpe Rhetorik" zurückgewiesen (wir berichteten).
16.09.09

"...auch mit Milch"

NEUMARKT. MdB Alois Karl hat die von ihm geohrfeigte Milchbäuerin zu einer Tasse Kaffee eingeladen - "gerne auch mit Milch".

Der Zwischenfall in Traumannshofen hat am Montag nach der ersten Meldung in neumarktonline innerhalb weniger Stunden bundesweit für Schlagzeilen gesorgt: eine 40jährige Milchbäuerin hatte am Rande einer CSU-Kundgebung über den Bundestagsabgeordneten Milch geschüttet - und der hatte sich mit einer Ohrfeige revanchiert.

Am Dienstag schlug MdB Alois Karl eher versöhnliche Töne an: "Ich verstehe die Anliegen der Milchbauern. Es ist verständlich, dass sie einen fairen Preis für ihre Arbeit und die Milch fordern", erklärte der Abgeordnete in einer Presse-Mitteilung. "Umso mehr bedauere ich den gestrigen Vorfall, da er in der Sache den Milchbauern nicht weitergeholfen hat", erklärte Karl.

Er habe sich deshalb entschieden, "trotz des gestrigen Vorfalls den Dialog fortzusetzen und habe die Milchbäuerin zu einem persönlichen Gespräch, zu einer Tasse Kaffee (gerne auch mit Milch) eingeladen", erklärt MdB Alois Karl.

Im Vordergrund solle dabei stehen, was die Bundespolitik realistischer Weise für die bäuerlichen Existenzen der Milchbauern tun könne.

"Natürlich will ich bei dem Treffen auch den gestrigen Angriff und meine Reaktion ansprechen. Ich hoffe, dass wir beide einen Schritt aufeinander zugehen und die Sache beilegen können", zeigt sich Alois Karl versöhnungsbereit.
15.09.09


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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang