Landwirtschaft

Unter den Besten


Tina Pleisteiner, Claudia Rösel, Leonhard Rösel, Hermann Rösel und MdB Barbara Lanzinger (v.l.) in Berlin
Foto: Alexandra Wolframm
NEUMARKT. Ein Energieberater des Neumarkter Landwirtschaftsamtes war zur Endausscheidung um "Deutschlands bester Landwirt" nominiert.

Bei der Entscheidung einer Fachjury in der „Nacht der Landwirte“ reichte es dann aber doch nicht für den angesehenen Ceres-Awards.

Unter den Nominierten waren auch fünf Landwirte aus Bayern, darunter Energielandwirt Leonhard Rösel aus Neukirchen im Nachbar-Landkreis Amberg-Sulzbach, dem nicht nur die Amberger Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger bei der Preisverleihung die Daumen drückte. Auch seine Eltern Claudia und Hermann Rösel und Freundin Tina waren mit nach Berlin gekommen.


Als Verfechter der erneuerbaren Energien hat Leonhard Rösel seinen Vater davon überzeugt, in Biogas zu investieren und so folgte 2006 der Bau der Biogasanlage. Nach seiner Ausbildung zum Techniker und Fachagrarwirt für Erneuerbare Energien wurde Leonhard Rösel Energieberater in Teilzeit am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten in Neumarkt, der Landwirtschaftsbetrieb ist als Nebenerwerb geführt.

Sein Spezialgebiet sind Energiepflanzen, mit denen er versucht, möglichst viel Mais auf seinen Feldern zu ersetzen. Auch mit dem Anbau des ungarischen Grases Szarvasi, als Maisalternative, experimentiert Rösel, um so eine Vielfalt für den Betrieb zu bekommen. So lässt er höchstens 30 Prozent Mais in der Fruchtfolge zu, den er mit Blühstreifen umpflanzt.

Zwar ist es mit dem Ceres-Award in diesem Jahr nichts geworden, dennoch verlängerte Rösel, zusammen mit seiner Familie, den Aufenthalt in der Bundeshauptstadt. Tags darauf besuchten sie die Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger im Deutschen Bundestag. Dabei stand auch ein Besuch auf der Terrasse des Reichstagsgebäudes mit Blick auf die Kuppel auf dem Plan.

Auch wenn Rösel in diesem Jahr den begehrten Landwirtschaftspreis nicht mit nach Hause nehmen konnte, gratulierte ihm Barbara Lanzinger für die Nominierung.

Der Ceres-Award zeichnet die besten Landwirte Deutschlands aus. Aus 31 Finalisten wurden in Berlin im Rahmen der Veranstaltung "Nacht der Landwirtschaft" die Gewinner geehrt. Eine unabhängige Expertenjury aus Fachleuten der Branche, Redakteuren eines Agrarmagazins und dem Sponsor der jeweiligen Kategorie bewerten die Bewerbungen in einem zweistufigen Verfahren. Im Laufe der Auswahlphase werden die Nominierten von der Jury auf ihrem Betrieb besucht. Landwirt des Jahres 2016 wurde Michael Dörr aus Roßdorf in Hessen.
20.10.16

Verregneter Erntedank

NEUMARKT. „Bayern braucht seine Bauern“ - unter diesem Motto stand das allerdings verregnete Erntedankfest in Breitenbrunn.

Veranstalter waren die Marktgemeinde und die Pfarrei Breitenbrunn, die Katholische Landjugend, das Katholische Landvolk und der Bayerische Bauernverband. Festredner in diesem Jahr war der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes Walter Heidl.


Viele Bürger - jung und alt - hatten sich wieder voll engagiert: bei der Sternprozession, beim Erntedank-Gottesdienst, beim Festzug, bei den Darbietungen am Marktplatz und bei den anschließenden Kaffeekränzchen. Traditionell trugen die Mitglieder der KLJB die Erntekrone durch den Markt. Die Blaskapellen Breitenbrunn, Mühlbach und Dietfurt begleiteten die zahlreichen Ehrengäste, Fußgruppen und Festwagen beim Umzug.
04.10.16

Durchschnittliche Ernte


Beim Erntedankfest der Neumarkter Lammsbräu dürfen die Schäffler nicht fehlen

NEUMARKT. Die christlichen Kirchen in Deutschland feiern das Fest gewöhnlich am ersten Sonntag im Oktober: Erntedank. Eines der beliebtesten "weltlichen" Erntedankfeste in Neumarkt steht allerdings erst eine Woche später auf dem Terminplan. Die Ernte war übrigens heuer eher durchschnittlich.

Nach dem derzeit noch vorläufigen Ergebnis hat es dieses Jahr in Bayern eine durchschnittliche Getreideernte (ohne Körnermais) von 6,9 Millionen Tonnen gegeben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfallen davon knapp 4,2 Millionen Tonnen auf Brotgetreide, das sind Weizen und Roggen.


Mit einem Anteil von gut 95 Prozent der Brotgetreideernte ist der Weizen eindeutig dominierend. Während beim Weizen mit fast 4 Millionen Tonnen eine leicht überdurchschnittliche Ernte eingefahren wurde, konnte beim Roggen (einschließlich Wintermenggetreide) trotz des guten Hektarertrags wegen der weiter gesunkenen Anbaufläche nur eine unterdurchschnittliche Ernte von 200 000 Tonnen erzielt werden, die das mehrjährige Mittel der Jahre 2010 bis 2015 um fast sieben Prozent verfehlt. Pro Kopf der in Bayern lebenden Bevölkerung wurden rund 325 kg Brotgetreide eingebracht.

Beim Kartoffelanbau ist Bayern nach Niedersachsen das zweitwichtigste Anbauland in Deutschland. 2016 haben Bayerns Landwirte ersten Schätzungen zu Folge rund 1,8 Millionen Tonnen Kartoffeln gerodet. Jeder Einwohner des Freistaats kann folglich mit rund 143 Kilo heimischen Kartoffeln versorgt werden. Im Vorjahr waren es wegen der schlechten Ernte aufgrund der anhaltenden Trockenheit und Hitze lediglich rund 111 Kilo.

Im Freistaat wird auch eine Vielfalt an Gemüse angebaut. Die von der Anbaufläche bedeutendsten Gemüsearten sind Spargel, Speisezwiebeln, Einlegegurken, diverse Salate, Karotten sowie Weißkraut. Für 2016 liegt derzeit nur ein vorläufiges Ergebnis für Spargel vor. Danach wurde in der diesjährigen Spargelsaison eine Spitzenernte von knapp 20.000 Tonnen „gestochen“.

Zur gesunden Ernährung gehört auch der Verzehr von Obst. Hier überwiegt in Bayern der Apfelanbau. Die diesjährige Apfelernte wird sich voraussichtlich auf etwa 37.000 Tonnen belaufen. Bei Birnen wird eine Ernte von gut 5.000 Tonnen erwartet. Pro Kopf der Bevölkerung Bayerns stünden somit aus heimischem Anbau rund 2,8 Kilo Äpfel und etwa 400 Gramm Birnen zur Verfügung.

Während die Kirchen am Sonntag Erntedank feiern, lädt die Neumarkter Lammsbräu erst eine Woche später zum Fest. Bereits am Samstag, 9.Oktober, präsentiert die Altneihauser Feierwehrkapelln auf dem Brauereigelände ihr aktuelles Programm. Am Sonntag, 10.Oktober, gibt es dann wieder Unterhaltung für Groß und Klein mit Handwerkermarkt und Schäfflertanz.

Das Erntedankfest der Neumarkter Lammsbräu ist seit jeher einer der Höhepunkte im regionalen Veranstaltungskalender. Am Sonntag geben sich ab 10 Uhr die „Pfalzgrafen“ die Ehre. Nachmittags stehen die Tanngrindler Musikanten auf der Bühne. Außerhalb des Festzeltes findet der große Handwerkermarkt mit rund 40 Ständen statt.

Während die Erwachsenen bummeln gehen oder sich bei einer Brauereibesichtigung informieren, wird es den Kindern nicht langweilig: Das Zoomobil ist wieder zu Gast, es gibt Kutschfahrten, Kinderschminken, ein Karussell und einen Clown, der Luftballon-Tiere zaubert. Nicht zuletzt treten die beliebten Schäffler auf.

01.10.16

Weniger Rindviecher


Die Zahl der Rinder ist im Landkreis zurückgegangen
Foto:Archiv
NEUMARKT. Die Zahl der Rinder ging im Landkreis Neumarkt im letzten Jahr von 49.888 auf 49.007 Tiere zurück, darunter waren 19.005 Milchkühe. Auch die Zahl der Rinderhalter sank von 734 auf 703.

Im gesamtdeutschen Vergleich weist Bayern aber die meisten Rinder sowie Milchkühe auf, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit.

Bayern ist bei den deutschen Bundesländern nicht nur Spitzenreiter was die landwirtschaftlich genutzte Fläche angeht, sondern ist auch das Land mit den meisten Rindern und hier insbesondere das Land mit den meisten Milchkühen.


Die Rinderhaltung sowie die Haltung von Milchkühen spielen in der bayerischen Landwirtschaft nach wie vor eine wichtige Rolle. Nach Auswertung des Verwaltungsverfahrens „Herkunftssicherungs- und Informationssystem Tier (HIT)“ wurde in Bayern zum 3. Mai 2016 ein Bestand von rund 3,2 Millionen Rindern in 47.851 Rinderhaltungen ermittelt. Bayern hält damit rund ein Viertel der gesamt deutschen Rinder.

Den prozentual größten Anteil der gesamten Rinder machen in Bayern mit 1,2 Millionen und somit 38,0 Prozent die Milchkühe aus. In Bayern werden überwiegend sogenannte Doppelnutzungsrassen gehalten. Die eignen sich sowohl für die Fleisch- wie auch die Milcherzeugung. Die Doppelnutzungsrassen sind mit 2.850.231 Rindern und somit 89,5 Prozent die in Bayern mit Abstand häufigsten gehaltenen Rassen. Innerhalb dieser Kategorie dominiert mit 2 455 567 Tieren (86,2 Prozent) das Fleckvieh - auch Simmentaler genannt.

Die reinen Milchnutzungsrassen machen in der bayerischen Landwirtschaft mit 193 533 Rindern einen Anteil von 6,1 Prozent aus. Die bekanntesten Milchrassen sind die Holstein-Schwarzbunt und Holstein-Rotbunt, wobei das Schwarzbunt mit 165.297 Rindern (85,4 Prozent) einen deutlich größeren Anteil ausmacht als das Rotbunt mit 17.589 Rindern (9,1 Prozent).

Bei den reinen Fleischnutzungsrassen wurde zum Stichtag 3. Mai 2016 für Bayern ein Bestand von 140.836 Rindern ermittelt, was einem Anteil von 4,4 Prozent entspricht.

27.09.16


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