Wird zu viel operiert ?


Dr. Hermann Böhm aus Duisburg, der zum 10. Mal als Referent teilnahm, Dr. Wolfgang Hönle, Prof. Dr. Alexander Schuh, Dr. Rüdiger Schmiedl, Dr. Thomas Schmickal (v.l.) bei der Tagung in Neumarkt

NEUMARKT. Orthopäden und Unfallchirurgen aus dem ganzen nord- und mittelbayerischen Raum trafen sich zu einem Symposium im Neumarkter Klinikum.

Eines der Hauptthemen der Tagung war der Vorwurf von "Politik, Krankenkassen und der Laienpresse", dass "zu viel operiert" wird.

Statistische Daten sollen belegen, dass es erhebliche regionale Unterschiede in der Häufigkeit von Hüft- und Knieendoprothesenimplantationen, Wirbelsäulenoperationen gibt, was möglicherweise "rein pekuniäre Ursachen" haben könnte, wie es bei dem Treffen hieß. Die medienwirksame Darstellung einer Bertelsmann-Studie und eines AOK-Reports hätten zu einer erheblichen Verunsicherung bei den Zuweisern, Patienten, aber auch den Operateuren und Kostenträgern geführt.

Mit dem Zweitmeinungsverfahren sei ein sicherlich sinnvolles Stilmittel eingeführt worden, wobei es noch erheblich an der strukturellen Umsetzung mangele. Laut Bertelsmann-Studie lägen für den wirbelsäulenchirurgischen Bereich im Landkreis Neumarkt im Vergleich zum Bundesdurchschnitt niedrige OP-Zahlen vor.


Diese Zahlen würden einerseits "erfreuen", hieß es. Lese man die Reporte jedoch differenziert und berücksichtige die Stellungnahmen der Fachgesellschaften, müßten die Zahlen andererseits weiterhin kritisch hinterfragt werden. Im Rahmen des Symposiums versuchte man, zumindest einen "Teil der Verunsicherung" zu lösen.

Unabdingbar für niedrige Operationszahlen sei eine gute – leitliniengerechte – OP-Indikationsstellung und enge Zusammenarbeit des stationären mit dem niedergelassenen fachärztlichen, allgemeinärztlichen und physiotherapeutischen Sektor.

Die Fortbildungsveranstaltung für niedergelassene Ärzte und Klinikärzte war mit einem hochkarätigen Referententeam aus Klinik und Praxis besetzt, was die exzellente Zusammenarbeit zwischen dem niedergelassenen Bereich und dem Klinikum Neumarkt belegen würde. Landrat Willibald Gailler zeigte sich bei der Begrüßung erfreut, dass sich das Neumarkter Orthopädie- und Unfallchirurgiesymposium mittlerweile einen "exzellenten Ruf weit über die Landkreisgrenzen hinaus" erworben habe. Von dem hochkarätigen Referententeam profitierten schlussendlich die Patienten im gesamten Landkreis Neumarkt.

Eine Ausstellung mit Firmen, die für die Versorgung von Verletzungen und Erkrankungen verschiedene medizinische Hilfsmittel anbieten, rundete das Symposium ab.

Organisiert wurde das Symposium vom Muskuloskelettalen Zentrum am Klinikum Neumarkt unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Schuh sowie den Chefärzten der Orthopädischen Chirurgie, Dr. Wolfgang Hönle, der Unfallchirurgischen Klinik, Dr. Thomas Schmickal, der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie, Dr. Michael Janka, und Dr. Rüdiger Schmiedl von der Tagesklinik für Schmerztherapie.
09.02.18
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