Rekord-Zahlen bei Ruf-Bus

NEUMARKT. Der Landkreis Neumarkt ist eines der Vorzeige-Gebiete für funktionierende Rufbus-Linien: 2017 wurden schon 38.900 Fahrgäste gezählt.

Im Jahr 2013, zum Start des Angebots, waren es lediglich 2.168 Fahrgäste.

Im Landkreis Neumarkt wurden seit 1.April 2013 nunmehr insgesamt zwölf Rufbuslinien eröffnet; sie werden von sechs Busunternehmen gefahren. Die Rufbusangebote haben eine sehr positive Resonanz gefunden, hieß es jetzt von der Regierung der Oberpfalz.

Dort wurden über 30 Millionen Euro an Zuschüssen für die Aufrechterhaltung, den Ausbau und die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der Oberpfalz verteilt. Die Mittel werden vom Bayerischen Landtag bereitgestellt und vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr, an die Regierungen weiterverteilt. Die Regierungen bearbeiten die Fördervorgänge und bewilligen die Zuwendungen.


„Die Oberpfalz entwickelt sich wirtschaftlich sehr gut, mit der niedrigsten Arbeitslosenquote Bayerns und einem Zuwachs von rund 25 Prozent bei den Arbeitsplätzen in den letzten zehn Jahren", sagte Regierungspräsident Axel Bartelt. Ein attraktiver öffentlicher Personennahverkehr sei wichtig für die Entwicklung der Oberpfalz und die Schaffung von gleichwertigen Lebensverhältnissen im gesamten Regierungsbezirk. Vor allem für Schüler, Auszubildende, Studenten und auch Senioren, die selbst über kein eigenes Auto verfügen, noch keinen Führerschein haben oder aus Altersgründen nicht mehr fahren können, sei ein funktionierender öffentlicher Personennahverkehr ein bedeutender Standortfaktor. Darüber hinaus sei jeder mit dem Bus oder der Bahn zurückgelegter Kilometer auch ein aktiver Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Rund 21,614 Millionen Euro erhielten die Oberpfälzer privaten und kommunalen Verkehrsunternehmen zum Ausgleich von Einnahmeverlusten durch den Verkauf von vergünstigten Zeitfahrausweisen an Schüler, Auszubildende und Studenten. Nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) sind die Verkehrsbetriebe gesetzlich verpflichtet, für diese Nutzergruppe ermäßigte Tarife anzubieten und haben deswegen einen Anspruch auf den Ausgleich der Mindereinnahmen.

Ein weiterer Betrag in Höhe von rund 1.296.000 Euro wurde für die Förderung von ÖPNV-Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Damit wurden zum Beispiel der Bau von Park&Ride- sowie von Bike-und Ride-Anlagen, barrierefreiem Ausbau von Bushaltestellen, Omnibusbetriebshöfen, rechnergesteuerten Betriebsleitsystemen, Fahrgastinformationsanlagen, Buswartehäuschen und Ladestationen für Elektrobusse gefördert.

Mit rund 2.811.000 Euro wurde die Anschaffung von 41 neuen Bussen gefördert. Die oberpfälzischen Landkreise und kreisfreien Städte erhielten zur Aufrechterhaltung, Sicherung und Verbesserung des allgemeinen öffentlichen Personennahverkehrs pauschale Finanzzuweisungen in Höhe von insgesamt 4.495.000 Euro.

Davon entfällt ein Betrag in Höhe von 459.000 Euro auf die Förderung bedarfsorientierter Bedienformen des ÖPNV im ländlichen Raum. Im Rahmen der Umsetzung des Aktionsplans Demografischer Wandel wurde das neue Anrufbussystem – der Bus bedient die Haltestelle dabei nur bei vorher angemeldetem Fahrtwunsch - zunächst für drei Jahre auf Probe mit der Zielsetzung der Überführung in einen Dauerbetrieb derzeit im Landkreis Neumarkt und flächendeckend im Landkreis Tirschenreuth eingerichtet.
15.01.18
Neumarkt: Rekord-Zahlen bei Ruf-Bus
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