"Biotope geopfert"

NEUMARKT. Ein umkämpftes Prestigeprojekt wird 25 Jahre alt; Naturschützer nannten jetzt den Rhein-Main-Donau-Kanal "unsinnig und naturzerstörend".

Von Anfang an hat sich der Bund Naturschutz gegen den Bau des rund 100 Kilometer langen Kanalabschnitt zwischen Nürnberg und Kelheim gewandt. Dies auch, weil früh erkennbar gewesen sei, dass die Querung der europäischen Hauptwasserscheide zwangsläufig mit gewaltigen Natureingriffen verbunden sei und der Kanal durch hochwertige Landschaften führe, hieß es bei einer Presse-Fahrt der Naturschützer, die auch durch den Landkreis Neumarkt führte.


Es sei damals absehbar gewesen, was nun im Rückblick Gewissheit geworden sei: "wertvollste Biotopflächen und Kulturlandschaften wurden für dieses Prestigeprojekt geopfert", hieß es.

So gebe es 25 Jahre nach Eröffnung des Rhein-Main-Donau-Kanals zwischen Bamberg und Kelheim nicht nur keinen Anlass zum Jubel, sondern ganz im Gegenteil die Feststellung:"Der Rhein-Main-Donau-Kanal steht beispielhaft für ein unsinniges und naturzerstörendes Prestigeprojekt der damaligen Bundesregierung und der bayerischen Staatsregierung. Der politische Traum wurde zum ökologisch-ökonomischen Alptraum", so BN-Vorsitzender Hubert Weiger.

Der Bund Naturschutz forderte, aus dem RMD-Desaster die Konsequenzen zu ziehen, auf flächenfressende Prestigeprojekte zu verzichten und endlich mit dem Flächensparen zu beginnen.
15.07.17
Neumarkt: "Biotope geopfert"
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