Dividende trotz schwachem Wind


Die Jurenergie blickte trotz trotzt schwachem Wind auf ein erfolgreiches Jahr zurück

NEUMARKT. Die Neumarkter Bürgergenossenschaft Jurenergie trotzt schwachem Wind im letzten Jahr und auch den Widerständen bei der Energiewende.

Die jährliche Generalversammlung der Bürgergenossenschaft stand ganz im Zeichen einer kontinuierlichen Entwicklung. Startete die Jurenergie 2010 mit einem Startkapital von 297.000 Euro und 79 Mitgliedern, zählt man aktuell mit einem Eigenkapital von über 9 Millionen Euro und fast 950 Mitgliedern zu den größten und erfolgreichsten Genossenschaftsgründungen in Bayern, hieß es bei der Versammlung. Die ursprünglich gesetzten Ziele, einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zur Energiewenden zu leisten, seien nicht nur erreicht, sondern übertroffen worden.


Aus Eigenmitteln in Höhe von rund 8,5 Millionen Euro wurden Beteiligungen erworben, vor allem aber Investitionen in Höhe von rund 27 Millionen Euro in elf Photovoltaik- und vier Windenergieanlagen getätigt, die in Eigenregie gemanagt und betrieben werden. Damit wurden im Geschäftsjahr 2016 rund 26 Millionen Kilowattstunden erneuerbare Energien erzeugt, was etwa 20.000 Tonnen eingespartem CO2 entspreche.

Erfreulich für die Mitglieder sei der Umstand, daß auch in windschwachen Jahren wie 2016, in dem das Windaufkommen zehn Prozent unter dem langjährigen Mittel lag, eine Dividende von zwei Prozent ausgeschüttet werden kann.

Der Umsatz betrug in der Jurenergie-Unternehmensgruppe konsolidiert rund 2,7 Millionen Euro, die Bilanzsumme lag in der Genossenschaft bei 10.007.705,32 Euro. Der Bayerische Genossenschaftsverband als gesetzlicher Prüfungsverband testierte der Jurenergie zufriedenstellende Geschäftsentwicklung sowie eine geordnete Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Energiewende sei Bayern durch die 10 H-Regelung der CSU-geführten Staatsregierung praktisch zum Erliegen gekommen, hieß es bei der Versammlung. Das neue EEG sei de facto kein Gesetz mehr zur Förderung Erneuerbarer Energien und der Energiewende in Bürgerhand. Vielmehr habe die Große Koalition den Ausbau erneuerbarer Energien "massiv eingebremst" und damit den Interessen der Kohle- und Atomstromerzeuger Vorschub geleistet.

Die Jurenergie hat darauf reagiert, indem sie sich als Stromanbieter von regionalem Grünstrom und Anbieter von PV-Batterienspeicher etablieren will. Dieses Geschäft will man in Zukunft verstärkt ausbauen. Intensiv prüfen werde man, inwieweit sich Möglichkeiten im PV-Bereich ergeben.
28.06.17
Neumarkt: Dividende trotz schwachem Wind
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