Erstes Projekt in Neumarkt

NEUMARKT. Der Freistaat Bayern fördert kommunale Mietwohnungen mit bis zu 90 Prozent: Und das erste Projekt soll in Neumarkt etstehen.

Im Rahmen eines kommunalen Wohnraumförderprogramms will der Freistaat Bayern seine Städte und Gemeinden bei der Schaffung von preisgünstigem Wohnraum für einkommensschwache Haushalte unterstützen, wie beispielsweise auch für anerkannte Flüchtlinge.

Als erstes Projekt hat die Regierung der Oberpfalz vor kurzem ein Vorhaben der Stadt Neumarkt mit Gesamtkosten von rund 5,7 Millionen Euro bewilligt. Hier sollen 27 Mietwohnungen geschaffen werden. Die bewilligte Gesamtfördersumme teilt sich auf in einen Zuschuss in Höhe von 1.704.800 Euro und ein zinsvergünstigtes Darlehen in Höhe von 3.409.800 Euro.


Die Regierung der Oberpfalz begleitet weitere Städte und Gemeinden, die sich gerade in der „Start- oder Planungsphase“ befinden. Dabei besteht die Möglichkeit, für die Kosten vorbereitender Maßnahmen - wie zum Beispiel Wohnraumkonzepte, Fachgutachten, Wettbewerbe - eine besondere Förderung mit einem Zuschuss bis zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten zu erhalten. Davon profitieren bereits die Stadt Weiden, im Landkreis Neumarkt die Stadt Parsberg, im Landkreis Neustadt an der Waldnaab die Stadt Neustadt an der Waldnaab sowie im Landkreis Regensburg der Markt Lappersdorf, der Markt Regenstauf sowie die Gemeinden Tegernheim und Wenzenbach. Auch wurde der Stadt Weiden, sowie den Gemeinden Vorbach, Wenzenbach und Wolfsegg bereits die Zustimmung zu einem geförderten Grundstückserwerb zur Schaffung von kommunalen Mietwohnungen erteilt.

Regierungspräsident Axel Bartelt rief die Gemeinden in der Oberpfalz auf, sich aktiv am kommunalen Wohnraumförderprogramm zu beteiligen. Darüber hinaus wies er die Gemeinden darauf hin, dass die Regierung auch dringend Wohnraum für die Unterbringung von anerkannten Flüchtlingen in der Oberpfalz benötige.

Einige Helferkreise in der Oberpfalz unterstützen anerkannte Flüchtlinge dabei, eine Wohnung zu finden. Ein gutes Beispiel dafür sei die Flüchtlingshilfe Neumarkt, die anerkannte Flüchtlinge professionell bei der Wohnungssuche unterstützt und diesen einen Mietpaten zu Seite stellt. „Solches Engagement finde ich vorbildlich“, so der Regierungspräsident.

In der kommunalen Wohnraumförderung bietet der Freistaat Bayern den Gemeinden einen Zuschuss von bis zu 30 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten. Weitere 60 Prozent können über ein zinsverbilligtes Kapitalmarktdarlehen finanziert werden. Bei Ausschöpfung des Förderangebots verbleibt ein kommunaler Eigenanteil bei zehn Prozent. Insgesamt stellt der Freistaat Bayern in diesem Programm bis Ende 2019 den Kommunen 600 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung.
17.01.17
Neumarkt: Erstes Projekt in Neumarkt
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