Nur ein Studiengang

NEUMARKT. Der "Hochschulstandort Neumarkt" präsentierte sich dem IHK-Gremium im Haus St. Marien. Bereits ab dem Wintersemester 2016/17 soll hier der Studiengang „Management in der Biobranche“ verortet sein - vorübergehend.

Die Stadt Neumarkt stellt der Technischen Georg-Simon-Ohm-Hochschule Räume zur Verfügung. Prof. Dr. Franz Ebinger von der Nürnberger Hochschule präsentierte jetzt dem Gremium das interdisziplinär ausgerichtete Studium. „Das ist eine wachsende Branche mit guten Perspektiven.“ Über 90 Prozent der Vorlesungen und Seminare sollen in Neumarkt stattfinden. Zwei BWL- und eine Chemie-Professur sollen das stemmen.

Die Wirtschaft trete für den Hochschulstandort Neumarkt ein, hoffe jedoch, dass es mittel- bis langfristig ein breiteres Studienangebot geben werde, sagte Gremiumsvorsitzende Susanne Horn.


Weil vergleichbare Studiengänge in Deutschland noch selten seien, könne sich die Stadt profilieren, sagte Ebinger. Er verstehe den Studiengang als "Keimzelle" einer breiter aufgestellten Hochschulstadt Neumarkt – wie es sich die Wirtschaft erhoffe und wofür sie auch finanziell in Vorleistung gehe. Denn neben Mitteln der Staatsregierung und der Stadt Neumarkt sollen die regionalen Unternehmen mit 250.000 Euro pro Jahr zwei der Professuren finanzieren. Allerdings würden sich die Unternehmer von der Stadt Neumarkt "mehr Transparenz und Dialog" wünschen.

Weitere Studiengänge, räumt Ebinger ein, könne es erst geben, wenn sich der Studienstandort Neumarkt nach fünf Jahren bewährt habe. Erfolgsmesser seien in erster Linie die Studierendenzahlen.

Der Studiengang ist mittlerweile zugelassen. Bereits jetzt hätten sich 40 junge Menschen um ein Studium in Neumarkt beworben. Mit 30 Studenten will man im Herbst starten.

"Mehrwert durch Inklusion"

Ein weiteres Projekt stellten Vertreter der gemeinnützigen Jura-Werkstätten dem IHK-Gremium vor. Die „Aktion Mehrwert“ unterstütze Unternehmen bei der Beschäftigung von Mitarbeitern mit Behinderungen. „Es ist uns wichtig, nicht nur Wirtschaftspartner sondern auch Bildungsanbieter für die regionalen Unternehmen zu sein“, sagte Werkstätten-Leiter Sebastian Schauer. 285 Mitarbeiter mit Behinderungen bereiten sich in den Jura-Werkstätten auf ihr aktives Arbeitsleben vor. Eine Teilhabe daran sei gleichgesetzt mit einer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Es gebe in jedem Unternehmen Tätigkeiten, in die sich ein Mensch mit Behinderung einbringen kann und mit denen er die dortigen Fachkräfte entlaste, hieß es von zwei Sozialpädagoginnen. Arbeitseinsätze seien möglich zum Beispiel im Bereich der Haustechnik, bei einfachen Bürotätigkeiten, im Garten- und Landschaftsbau oder der Lagerlogistik.

Der Schritt nach draußen – ein Wunsch vieler Behinderter – könne mit einem betrieblichen Praktikum beginnen. Die anbietendend Unternehmen werden dabei von den Jura-Werkstätten unterstützt.

Schließlich wurde dem Gremium auch noch das Programm „IHK-Ausbildungs-Scouts“ vorgestellt. Auszubildende aus regionalen Unternehmen sollen dabei Schülern ihre Berufe vorstellen.
02.06.16
Neumarkt: Nur ein Studiengang
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