"Idealer Ort für Integration"


Zahlreiche Vereinsvertreter trafen sich im Neumarkter Rathaus

NEUMARKT. Als idealen Ort für die wirksame Integration von Flüchtlingen haben Stadt und Flüchtlingshilfe die Neumarkter Vereine ausgemacht.

Jetzt hatte man Vertreter von zahlreichen Vereinen ins Rathaus eingeladen, um die Möglichkeiten auszuloten und vor allem ein umfangreiches Netzwerk zu knüpfen.

Denn der Teufel liegt oft im Detail, sagte Wilhelm Müller vom Verein "Chancen statt Grenzen". Häufig sei der gute Wille von allen Seiten vorhanden, aber dann scheitert ein Mitmachen an kleinen Mißverständnissen. So wurde bei einem Verein, in dem etliche Asylbewerber mit Begeisterung mitmachen, nur die Training von der Halle ins Freie verlegt - und bei den Flüchtlingen kam wegen Sprachschwierigkeiten an, das Training werde nicht mehr weitergeführt - sie blieben künftig weg.


Es läuft in Neumarkt aber schon sehr viel in Sachen Integration durch Sport, sagten bei der Zusammenkunft im Neumarkter Rathaus der Neumarkter Oberbürgermeister Thomas Thumann, Harald Salzmann von der Flaüchtlingshilfe und Wilhelm Müller von "Chancen statt Grenzen". Der Integrationsbeauftragte im Stadtrat Rainer Hortolani versicherte, daß die Bereitschaft von Flüchtlingen, in Sportvereinen mitzumachen, sehr groß sei. Mit dabei im Sitzungssaal waren auch die Sportrefenten im Stadtrat Martin Meier und Günther Stagat. Das Treffen sollte jetzt die Frage beantworten, was man "vor Ort in dieser sportbegeisterten Stadt" tun könne.

Dabei kam spontan der Vorschlag, eine Art "Tag des Sports" in Neumarkt durchzuführen, in dem sich die einzelnen Vereine mit ihren verschiedenen Sportarten präsentieren können und zu dem ausdrücklich auch Flüchtlinge eingeladen werden. 450 bis 500 Asylbewerber gibt es in 16 Unterkünften in Neumarkt - und die Warteliste von Flüchtlingen, "die irgendwas machen wollen", sei riesengroß, sagte Müller. Er nannte zahlreiche Neumarkter Vereine, bei denen die Integration auch schon ganz gut klappt.

Aber den Vereinen müsse schon klar sein, daß sie zwar manchmal "tolle Sportler" bekommen, die die Mannschaft weiterbringen können - aber das ist natürlich nicht immer so. Auch mittelmäßige Hoby-Sportler wollen mitmachen. Und die Integration solle nicht nach dem Schlußpfiff am Spielfeldrand enden: "Laden sie die Leute auch zur Grillfeier ein!".

"Denn wo sollen sie denn deutsch lernen, wenn wir nicht mit ihnen reden ?", so Müller.

Im Landkreis Neumarkt befinden derzeit etwa 1300 Asylbewerber, sagte Oberbürgermeister Thomas Thumann. Und nach dem Asylverfahren werden viele von ihnen weiter hier leben. Für die Stadt Neumarkt nannte er es ein großes Glück, daß auch bei der Inegration der Flüchtlinge in Neumarkt viel Engangement von Ehrenamtlichen geleistet werde.
04.05.16
Neumarkt: "Idealer Ort für Integration"
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