Osterzeit - Salmonellenzeit

NEUMARKT. Osterzeit ist Eierzeit - aber auch Zeit für Salmonellen. Im Landkreis Neumarkt gab es im letzten Jahr 37 Infektionen.

Eier sind reich an Mineralstoffen, Folsäure sowie den Vitaminen A, E und B2 und in Maßen gegessen gesund. Besonders zu Ostern ist das Ei zudem ein beliebtes Bastel- und Kunstobjekt. Damit es beim Osterbasteln nicht zu unerwünschten Salmonelleninfektionen kommt, sollten ein paar hygienische Regeln beachtet werden.


Im Landkreis Neumarkt wurden im vergangenen Jahr 37 Fälle von Salmonellose registriert. Im Jahr 2014 waren es 26 Infektionen. Das berichtet die Krankenkasse IKK classic, die aktuelle Daten des Robert-Koch-Instituts ausgewertet hat.

Salmonellen sind Bakterien aus dem Magen-Darm-Trakt von Hühnern und anderen Tieren. Infiziert sich ein Mensch mit den Bakterien, können schwere Magen-Darm-Erkrankungen die Folge sein. Bei Eiern befinden sich Salmonellen meist auf der Schale und nicht im Ei-Inneren. „Wegen einer möglichen Salmonellengefahr auf den Spaß mit bunten Eiern zu verzichten, ist aber nicht notwendig“, sagte Markus Neumeier von der IKK.

Werden die Eier nicht sofort ausgeblasen oder verzehrt, ist es ratsam sie nicht zu waschen, sondern möglichst schnell in den Kühlschrank zu legen. Durch das Waschen würde die natürliche Schutzschicht der Schale geschwächt werden, so dass Salmonellen leichter eindringen könnten.

Wer beim Ausblasen der Eier sichergehen will, verwendet möglichst frische Eier, bläst sie mit einem Strohhalm aus oder besorgt sich einen Blasebalg aus dem Bastelladen – so kommt der Mund nicht mit dem Ei in Kontakt. Auch nach dem Ausblasen sollte das Ei vorsichtig gewaschen werden, ebenso die Hände.

Wer nach Hause kommt und feststellt, dass er im Laden beim prüfenden Blick in die Verpackung ein beschädigtes Ei übersehen hat, sollte es am besten entsorgen oder möglichst schnell nach einer Erhitzung auf mindestens 70 Grad Celsius verbrauchen. Eier haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 28 Tagen.

Wie frisch ein Ei ist, zeigt der Wassertest: In kaltes Wasser gelegt bleibt ein frisches Ei flach am Boden liegen. Ist es zwei bis drei Wochen alt, steht es senkrecht im Wasser, denn mit zunehmender Lagerdauer vergrößert sich die Luftkammer am stumpfen Ende des Eies. Ist das Ei älter als 28 Tage, schwimmt es an der Oberfläche. Dann sollte es nur durcherhitzt verzehrt und keinesfalls mehr roh verwendet werden.
22.03.16
Neumarkt: Osterzeit - Salmonellenzeit
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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