"Weiter am Boden"

NEUMARKT. Die Preise fr landwirtschaftliche Erzeugnisse liegen weiter am Boden, hie es bei einem Presse-Gesprch des BBV-Bezirksverbandes.

Die Ernhrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen meldeten im Februar, dass mittlerweile der tiefste Stand seit sieben Jahren weltweit erreicht sei. Gerade bei Milch, Fleisch, Ferkeln und Getreide spitze sich die Situation auch in Bayern immer weiter zu.


Der Prsident des Bayerischen Bauernverbandes Walter Heidl traf sichmit dem BBV-Bezirksvorstand und den Mitgliedern der Oberpflzer BBV-Kreisvorstnde zu einem traditionellen Austausch ber die aktuellen Themen in der Landwirtschaft. Im Mittelpunkt der Diskussion standen insbesondere die schwierige Einkommenssituation durch niedrige Erzeugerpreise bei Mich und Fleisch und gleichzeitig zunehmende Kostensteigerungen durch Auflagen und Vorschriften.

Danach gab Landwirt Bernhard Schmidt aus Schwandorf einen Einblick in die Wirtschaftsweise und Ablufe seines vor einigen Jahren auerhalb der Stadt neu errichteten Milchviehstalles. Das Wohlergehen unserer Tiere ist uns ein besonderes Anliegen verdeutlichte Schmidt bei dem Rundgang und zeigte auf, wie umfassend die Tiere betreut werden. Allerdings macht auch ihm die derzeitige ungnstige Preissituation sehr zu schaffen.

Am Milchviehstall nahmen Prsident Heidl, und Bezirksprsident Kustner vor der Presse Stellung zur kritischen Situation in der Landwirtschaft und berichteten ber die Ergebnisse der Tagung. Jetzt sind wirksame Manahmen ntig, damit die buerliche Land- und Forstwirtschaft nicht noch weiter in eine Wirtschaftskrise schlittert, fordert Walter Heidl. Viele Bauernfamilien chzen unter den skandals niedrigen Erzeugerpreisen, die gerade auch durch das Dauer-Preisdumping der groen Konzerne im Lebensmitteleinzelhandel verursacht werden. Die Bauern werden von diesen Preisen sprichwrtlich erdrckt.

Besonders fatal: die Politik lege in dieser Situation auch noch eine Schippe drauf: Whrend die Betriebe unter den niedrigen Preisen leiden, sind es nmlich immer neue Auflagen und Regelungen, die viele Familienbetriebe vor gewaltige Probleme stellen oder gar zum Aufgeben zwingen, so Bezirksprsident Kustner.

Deshalb hat der Bayerische Bauernverband Ende Februar einen Forderungskatalog auf den Weg gebracht und politische Manahmen gefordert, um die Existenz der buerlichen Familienbetriebe in Bayern zu sichern. Die Politik in Brssel, Berlin und Mnchen muss dringend handeln, wenn sie tatschlich auch in Zukunft buerliche Familienbetriebsstrukturen, regionale Erzeugung und vielfltige Kulturlandschaft in Bayern will, betont Walter Heidl.
22.03.16
Neumarkt: "Weiter am Boden"
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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