"Kernwegenetz" geplant

NEUMARKT. Bei den neun Gemeinden der „Zukunftsregion Schwarzachtalplus“ plant man derzeit ein bezirksübergreifendes "Kernwegenetz".

Nach der Präsentation der Freizeitkarte bei einer Freizeitmesse ist eine weitere Zukunftsplanung der kommunalen Allianz weit fortgeschritten und kann nach Aussagen von Bürgermeister Helmut Himmler – zur Zeit Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Gemeinden Altdorf, Berg, Burgthann, Feucht, Postbauer-Heng, Pyrbaum ,Schwarzenbruck, Leinburg und Winkelhaid - bis zum Frühsommer abgeschlossen werden. Die Gemeinden Burgthann, Postbauer-Heng und Pyrbaum haben für ihre Gemeindegebiete bereits im Rahmen der AOM eine abgestimmte Kernwegenetzplanung erstellt.


Im Rathaus der Gemeinde Berg wurde den sogenannten Trägern öffentlicher Belange die „Konzeption Kernwegenetz“ vorgestellt und bis Ende März sollen die Stellungnahmen der Behörden abgegeben werden. Die abschließende und gegebenenfalls überarbeitete Planung wird dann von der Bürgermeisterrunde beschlossen und ist Grundlage für die hohe staatliche Förderung der Wegebaumaßnahmen im Allianzgebiet.

Die von der BBV-Landsiedlung in Abstimmung mit den Mitgliedsgemeinden erarbeitete Planung wird vom Amt für Ländliche Entwicklung Ansbach mit 75 Prozent der anfallenden Kosten gefördert. Bei der Umsetzung der Tiefbaumaßnahmen erwartet man Zuwendungen aus dem Haushalt des Freistaats Bayern in Höhe von rund zwei Drittel der Kosten.

Die stete Modernisierung und Optimierung der Landwirtschaft bringe immer größere Maschinen zum Einsatz. Die Flurwege und Gemeindestraßen stammen häufig aus den 1970er Jahren und seien noch nicht an die moderne Landwirtschaft angepasst. Auch Freizeit, Tourismus und Energiewirtschaft – Windkraft- und Biogasanlagen, Fotovoltaik-Flächen - würden immer neue Anforderungen an das bestehende Wegenetz stellen.

Mit einer entsprechenden Kernwegeplanung können nun auch Wege bis zu einer Breite von 3,50 Metern sowie beidseits der Fahrbahn Bankette von je 0,75 Metern gefördert werden, statt wie bisher nur drei Meter. Die Tragfähigkeit ist auf 11,5 Tonnen ausgelegt und die Wege sollen auch der Naherholung der Bürger dienen.

Das Kernwirtschaftswegenetz-Konzept analysiere den Wegebestand, gebe Empfehlungen zur Sanierung oder einem weiteren Ausbau und sei grundsätzlich Voraussetzung für Fördermittel. Im Schwarzachtalplus-Gebiet umfasse das Kernwegenetz 142 Kilometer und 20 Kilometer seien als kurzfristige Maßnahmen in den kommenden zehn Jahren zu erneuern und damit förderfähig.

Bürgermeister Himmler weist auf die gewaltige Aufgabe hin, die nur in guter Kooperation zwischen den bayerischen Kommunen und dem Freistaat bewältigt und seriös finanziert werden könne. Das Netz der Wirtschaftswege in ganz Bayern habe eine Ausdehnung von 310.000 Kilometer. Der reine Bauunterhalt erfordere einen Finanzierungsbedarf in Höhe von rund 850 Millionen Euro und die komplette Erneuerung koste etwa 26,5 Milliarden Euro. Neben den förderfähigen Wirtschaftswegen hätten die Gemeinden zahlreiche weitere, nicht zuwendungsfähige Wirtschaftswege zu erneuern, die nicht zum Kernwegenetz gehören.

„Wir schaffen eine wichtige Grundlage für zukünftige Investitionen“, sagte Himmler, dessen Gemeinde Berg das Kernwegenetz federführend begleitet.
08.03.16
Neumarkt: "Kernwegenetz" geplant
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