Kammermusik beim Festkonzert

Die Mitglieder des Neumarkter Kammermusikkreises

NEUMARKT. Anlässlich des 30jährigen Bestehens des Neumarkter Kammermusikkreises um den Musikpädagogen Wolfgang Müller findet am Sonntag, 13. März, um 17 Uhr im Festsaal des Neumarkter Reitstadels ein Festkonzert statt.

An dem Abend werden Werke von Georg Philipp Telemann, Max Reger und Antonin Dvorak gegeben. Begleitet wird das Konzert durch mehrere Gesangsdarbietungen des Vokalensembles "Jungbrunnen '97".


Das Neumarkter Streichorchester „Kammermusikkreis“ besteht aus ehemaligen Schülern des Willibald-Gluck-Gymnasiums. Das erste öffentliche Konzert fand 1986 in der evangelischen Christuskirche statt, ermöglicht durch den damaligen EBW-Leiter Ernst Damm, der inzwischen als aktives Orchestermitglied am Kontrabass mitwirkt.

Seither gibt es jedes Jahr ein Konzert, seit 1988 im Reitstadel. Neben bekannten Werken von Komponisten aus Barock und Klassik wie Bach, Händel, Telemann und Mozart wurden immer wieder Werke aus dem 19. und 20 Jahrhundert vorgestellt - zum Beispiel von Berthold Hummel, Paul Hindemith, Harald Genzmer und auch immer wieder Uraufführungen von Werken des Orchesterleiters Wolfgang Müller.

Das Markenzeichen des KMK sind somit die unkonventionellen Programme; hier hört man sehr häufig Stücke, die man von anderen Orchestern nicht unbedingt geboten bekommt.

Eröffnet wird das Festkonzert mit der Konzertsuite D-Dur für Violoncello und Streichorchester von Georg Philipp Telemann mit Anne Höflich als Solistin, ein sehr abwechslungsreiches und für das Soloinstrument überaus dankbares Werk, aus dem besonders die ungewöhnlich klangschöne Sarabande mit ihrem dunkel getönten Moll-Mittelteil herausragt.

Die anderen Programmpunkte orientieren sich auch an Jubiläen. Zunächst am 100. Todestag des großen oberpfälzischen Komponisten Max Reger. Von ihm erklingt zunächst ein "lyrisches Andante" für Violoncello und Streicher und anschließend die Erstaufführung eines Klavierzyklus "Bunte Blätter" op. 36, den Wolfgang Müller für zwei Querflöten und Streichorchester bearbeitet hat; die Flöten werden von Julia Reindl und Friederike Burucker gespielt.

Kurz vor der Konzertpause kommt dann noch die schon zur Tradition gewordene Einlage des Vokalensembles "Jungbrunnen ´97", ein zwölfköpfiger Chor, der ohne Dirigent agiert; die Einstudierung der dargebotenen Chorsätze wird in Gruppenarbeit einvernehmlich erarbeitet. Es sind dies in diesem Jahr drei Stücke des Amberger Renaissance-Meisters Caspar Othmayr sowie zwei Kirchenlied-Bearbeitungen von Max Reger.

Nach der Pause wird noch ein drittes "Jubiläum" begangen, der 175. Geburtstag des böhmischen Komponisten Antonin Dvorak; von ihm erklingen zuerst drei Ausschnitte aus dem Zyklus "Zypressen", mit denen der junge Musiker eine Jugendliebe künstlerisch verarbeitete. Gut 20 Jahre später, als er inzwischen eine Berühmtheit geworden war, bearbeitete er eine Auswahl aus diesen Liedern für Streichquartett, aus der wiederum der Neumarkter Kammermusikkreis drei Stücke in chorischer Besetzung spielen wird. Auch der nächste Programmpunkt ist eigentlich für Streichquartett geschrieben: die wunderbare "Romanze", der dritte Satz aus dem Quartett Es-Dur op.51.

Den Schlusspunkt setzen schließlich vier der „Acht Humoresken“ op. 101, wiederum ein Klavieropus, das von Wolfgang Müller für Streichorchester umgestaltet worden ist. Auch hier handelt es sich um die Erstaufführung dieser Version.

Eintrittskarten gibt es in der Touristen-Information im Rathaus und an der Abendkasse.
03.03.16
Neumarkt: Kammermusik beim Festkonzert
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