Entscheidung am Donnerstag


Oberbrgermeister Thomas Thumann, Stadtwerkeleiter Dominique Kinzkofer und Thomas Meier prsenierten am Freitag ein Modell
Fotos: Franz Janka
NEUMARKT. Einzelheiten zum Betriebskonzept, den ermittelten Zahlen und den Grundlagen zum Ganzjahresbad wurden jetzt noch einmal vorgestellt.

Oberbrgermeister Thomas Thumann hatte dazu am Freitag Stadtwerkeleiter Dominique Kinzkofer und Thomas Meier von GMF, einem Spezialdienstleister fr Kommunen im Betrieb von Bdern, zu einem Pressegesprch dazugebeten.


Bereits vor einigen Tagen erhielten die Stadtrte in einer nichtffentlichen Klausurtagungvon den von der Stadt beauftragten Planern vielfltige Informationen, Details und Zahlen rund um den aktuellen Vorentwurf zum geplanten Ganzjahresbad auf dem Areal neben dem bestehenden Freibad (wir berichten merhfach)

Auch belastbare Zahlen zu den verschiedenen mglichen Varianten wurden vorgestellt. In der Stadtratssitzung am Donnerstg nchster Woche soll dann ber die vorliegenden Varianten beraten und anschlieend beschlossen werden, auf welcher Basis die Planungen weiter fortgefhrt werden sollen.

Fr Oberbrgermeister Thomas Thumann liegen nun aussagekrftige Zahlen und Daten vor, die eine solche Entscheidung ermglichen. Man sei bei der Vorbereitung noch nie so professionell und mit so vielfltigen Fachplanern an ein Projekt herangegangen. Auf der Basis des Architektenwettbewerbes aus dem Jahr 2014 sind seit letztem Jahr die verschiedenen Aspekte und Mglichkeiten zu der nun vorliegenden Vorentwurfsplanung zusammengefhrt worden.

Ausgehend von einem Grundmodul bestehend aus Ganzjahresbad und Saunabereich wurden unterschiedliche Optionen von den Fachplanern entwickelt und kostenmig dargestellt. Eine der Optionen ist eine 80 Meter lange Reifenrutsche, eine weitere die Erweiterung der Rutschen-Landschaft mit einer Turborutsche, einen weiteren Baustein sehen die Planer in einem Sole-Auenbecken.

Auch die Mglichkeit eines Auenbeckens ohne Sole wurde geplant und errechnet, genauso wie ein zustzliches eigenes Springerbecken. Eine Alternativoption zum eigenen Springerbecken sehen die Planer im Unterbringen des Springes vom Ein- und Dreimeterbrett im 25-Meter-Becken mit der zustzlichen Mglichkeit, eine Anlage fr Wasserclimbing dort mit unterzubringen.

Eine weitergehende Option wurde ebenfalls mit berechnet: die Ausfhrung des 25-Meter-Beckens als Wettkampfbecken in einer Kategorie, damit auch Bayerische Meisterschaften durchgefhrt werden knnen. Aufgrund der vorgelegten Zahlen und Ermittlungen haben die Planer eine aus ihrer Sicht optimierte Empfehlungsvariante ermittelt, hie es. Sie besteht aus dem Grundmodul Ganzjahresbad und Saunabereich und zustzlich einer 80-Meter-Reifenrutsche, einem Sole-Auenbecken und dem Unterbringen des Ein- und Dreimetersprungbretts sowie einer Wasserclimbing-Anlage im 25-Meter-Sportbecken.

Diese Variante kommt auf rund 39,9 Millionen Euro an reinen Bau- und Planungskosten, erzeugt aber im Betrieb im ersten Jahr lediglich 700.000 Euro an Betriebskostendefizit, gegenber wesentlich hheren Werten bei allen anderen Varianten.

Hinzuzurechnen sind 2,5 Millionen Euro an Strukturkosten fr verschiedene Arbeiten im Umfeld. So etwa sind Infrastrukturmanahmen im Zusammenhang mit der Wrmeversorgung des Freibades und dort notwenige Umbauten fllig, ebenso Infrastrukturmanahmen zur Wrmeversorgung der Knabenrealschule und der Anteil der Stadt am Parkplatz Ost des Landkreises.

Enthalten in dieser Summe ist auch der Neubau eines Parkplatzes im Bereich Sandstrae.

Darber hinaus ist in der detaillierten Aufstellung aller Kosten zum Ganzjahresbad auch angegeben, dass rund eine halbe Millionen Euro an so genannten Pre-Opening-Kosten anzunehmen sind, die im Vorfeld der Erffnung des Ganzjahresbades entstehen. Von den damit insgesamt 43 Millionen Euro an gesamter direkter und indirekter Investitionssumme sind allerdings wieder die Frdermittel sowie der Anteil fr den Aufwand zum Ersatz des BHKW im Freibad abzuziehen, so dass die tatschlichen Ausgaben fr die Stadt zur Errichtung des Bades letztlich bei 38,5 Millionen Euro liegen drften.

Enthalten sind in dem jetzigen von den Planern empfohlenen Entwurf Wasserflchen mit einem Umfang von rund 989 Quadratmetern. Sie verteilen sich im Erdgeschoss auf ein Familienbecken mit 266 Quadratmetern, darin enthalten eine Grotte, Hantelgriffe, Massagedsen, Bodensprudler, Sprudelliegen, Nackenduschen, ein Strmungskanal, eine Schaukelbucht und Unterwasserscheinwerfer. Danach folgt ein Planschbecken von 50 Quadratmetern Flche mit einer Wassertiefe von 20 bis 40 Zentimetern. Im weiteren Verlauf ist im Erdgeschoss ein Kursbecken mit den Ausmaen 12,5 Mal 10 Meter und einem Hubboden vorgesehen.

Weiter folgt dann im unteren Bereich ein Sportbecken mit acht Bahnen auf einer Lnge von 25 Metern. Im Erdgeschoss und im ersten Stock sind Umkleiderume, Verwaltungsgebude und vieles mehr untergebracht. Die Saunawelt wird im 2. Obergeschoss eingerichtet und besteht aus deinem Dampfbad, einer Panoramasauna, Ruherumen, verschiedenen Themensaunen und einem Auenpool und einer Terrasse. Auch die Gastronomie fr Sauna und Bad ist im 2. Geschoss mit untergebracht.
19.02.16
Neumarkt: Entscheidung am Donnerstag
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