U20 in der Bayernliga


Der erfolgreiche Neumarkter Nachwuchs (v.l.): Paul Neppert, Simon Drechsel, Yannick Beesk, Lorenz Schilay, Maximilian Lutter, Eva Schilay und Trainer Sebastian Mösl

NEUMARKT. Die U20-Jugendmannschaft des Neumarkter Schachklubs setzte sich in einem spannenden Relegationskampf gegen den SC Bavaria Regensburg durch und steigt damit auf den Tag genau 17 Jahre nach dem ersten Aufstieg in die Bayernliga zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in die höchste Jugendspielklasse auf.

Dabei hatte der Neumarkter Nachwuchs in der Landesliga Nord knapp den direkten Aufstieg verpasst. Da aber die in Frage kommenden Mannschaften aus der Südstaffel unisono auf den Aufstieg verzichteten, war ein Aufstiegsplatz vakant. Allerdings wollte der Bayerische Spielleiter die Neumarkter nicht direkt aufsteigen lassen und setzte einen Stichkampf gegen den eigentlichen Bayernligaabsteiger SC Bavaria Regensburg an.


Dies war für die Neumarkter Verantwortlichen umso unverständlicher, da genau diese Mannschaft erst im Jahr zuvor über einen überraschend angesetzten Stichkampf in die Bayernliga aufgestiegen war, obwohl sie in der Landesliga hinter Neumarkt klassiert war.

Entsprechend angestachelt gingen die Neumarkter in den Wettkampf, jedoch galt es eine hohe Hürde zu nehmen. Denn der Bavaria Nachwuchs ist amtierender Deutscher Vize-Meister in der U14 sowie Bayerischer Meister in der U16 und wies im Schnitt auf jedem Brett eine um 150 Punkte höhere Wertungszahl auf.

Aber die Neumarkter boten dem Favoriten einen Kampf auf Augenhöhe und nach über drei Stunden Spielzeit sorgte Lorenz Schilay für die wichtige 1:0-Führung. Er hatte alles auf die Karte Königsangriff gesetzt und zwei Bauern geopfert, um Angriffslinien zu öffnen. Sein Gegenüber fand unter Druck nicht die beste Verteidigung und wurde Matt gesetzt. Paul Neppert hatte eine scharfe Variante mit unterschiedlichen Rochaden auf dem Brett. In der schweren Stellung kamen beide Spieler in große Zeitnot und letztlich verlor Paul Neppert aufgrund Bedenkzeitüberschreitung. Simon Drechsel eroberte früh zwei Bauern, verpasste aber den vorentscheidenden Schlag und musste noch lange kämpfen, ehe der Sieg feststand. Eva Schilay hielt ihre Stellung bis ins Endspiel im Ausgleich, verlor aber in Zeitnot einen wichtigen Bauern und musste die Waffen strecken. Maximilian Lutter remisierte nach ausgeglichenem Partieverlauf und neutralisierte damit den stärksten Bavarianer.

Damit hing beim Stand von 2,5:2,5 alles an der Partie von Yannick Beesk. Dieser hatte kurz vor der ersten Zeitkontrolle eine große Chance, deutlich in Vorteil zu kommen, verpasst und war danach in arge Bedrängnis geraten. Aber auch sein Gegner verpasste eine starke Fortsetzung und so übernahm Yannick Beesk zusehends das Kommando. Am Ende hatte er eine gewonnene Stellung erreicht, riskierte aber nichts mehr und gab im Wissen, dass ein Remis reichen würde, Dauerschach zum 3:3-Endstand. Denn bei Unentschieden wird die so genannte Berliner Wertung herangezogen, nach der die Bretter von 1 bis 6 absteigend gewichtet werden. Und hier waren die Neumarkter Erfolge auf Brett 2 und 4 wertvoller als die von Bavaria auf 5 und 6, so dass die Berliner Wertung mit 13:8 den Ausschlag zu Gunsten des Neumarkter Nachwuchses gab.

SC Bavaria Regensburg – SK Neumarkt 3:3 (8:13)
Cédric Oberhofer – Maximilian Lutter remis
Georg Dechant – Lorenz Schilay 0:1
Dominik Sammet – Yannick Beesk remis
Elias Brüll – Simon Drechsel 0:1
Marie Oberhofer – Paul Neppert 1:0
Martin Rösl – Eva Schilay 1:0
27.07.15
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