"Vermutlich wohlauf"


Riesige Polizeiaufgebote waren am Dienstag im Parsberger Stadtgebiet auf der Suche nach dem Kind

NEUMARKT. Die seit Montag vermißte fünfjährige Rajana ist nach Angaben der Polizei vermutlich in Sicherheit. Möglicherweise war das Kind nie in echter Gefahr.

Allerdings hüllt sich die Kriminalpolizei am Dienstagabend zu den Hintergründen des spektakulären Vermißtenfalls noch in Schweigen.

In den Mittagsstunden sorgte die Eil-Meldung von neumarktonline für Aufatmen vor allem in Parsberg, wo neben Feuerwehr und Polizei auch zahlreiche Bürger die halbe Nacht nach dem vermißten Kind gesucht haben. Die Meldung in unserer Zeitung wurde danach auch offiziell bestätigt, allerdings liegen die Hintergründe noch im Dunkeln.


Das Kind sei offenbar gesund und befinde sich an einem sicheren Ort, bestätigte ein Polizeisprecher. Allerdings befinde sich Rajana noch nicht in der Obhut der Polizei. Beamte seien auf dem Weg zum Aufenthaltsort des Kindes, hieß es. Wo sich dieser befindet, blieb geheim.

Klar schien am Dienstag allerdings, daß der Vater des Kindes offenbar nicht in allen Punkten die Wahrheit gesagt hat. Er hatte angegeben, mit seiner fünfjährigen Tochter nach einem Zahnarztbesuch zu einem Kinderspielplatz in Parsberg gegangen zu sein. Dabei sei er von einem unbekannten Mann angesprochen worden, der sich mit ihm auf deutsch unterhielt.

Dieser vom 36jährigen Vater geschilderte Ablauf weise allerdings Widersprüche aus, hieß es von der Polizei. "Diese Schilderung kann so nicht stimmen", sagte ein leitender Kripo-Beamter.

Nachdem der Vater am Montag in den Mittagsstunden Vermißten-Anzeige bei der Parsberger Polizei gestellt hatte, lief eine riesige Suchaktion an, an der sich bis zu 250 Polizeibeamte beteiligten. Auch starke Feuerwehrkräfte, Hundeführer und eine Hubschrauberbesatzung mit Wärmekameras nahmen an der Suche teil.

Vor allem waren aber auch viele Parsberger Bürger mit dabei, die in neumarktonline von dem vermißten Kind erfahren haben und sich spontan als Helfer bei der Suche zur Verfügung stellten. Die Anteilnahme und Solidarität der Bevölkerung war enorm, hieß es von der Polizei.

Viele der Helfer schlugen sich die halbe oder die ganze Nacht um die Ohren, um nach der kleinen Rajana zu suchen. Ihr Frust dürfte groß sein, wenn sich bewahrheiten sollte, daß das Kind jederzeit an einem sicheren Ort war und Beteiligte davon wußten.

Das Kind und seine Eltern stammen aus Tschetschenien und leben seit etwa zwei Jahren als Asylbewerber im Landkreis Neumarkt, zuletzt in Großbissendorf zwischen Parsberg und Hohenfels.

Die Kripo blockte am Dienstag alle weiteren Anfragen ab. Es werde auch im Umfeld der Familie ermittelt, hieß es nur.


Großes Medieninteresse bei einer Pressekonferenz am Dienstag-Mittag in Parsberg
24.03.15
Neumarkt: "Vermutlich wohlauf"
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