Zu Gast im Kloster


Der Bezirksausschuß wurde im Kloster Plankstetten begrüßt

NEUMARKT. Die Einladung hat sich für Plankstetten gelohnt: der Bezirksausschuß spendiert der Schule der Dorf- und Landentwicklung 12.000 Euro Zuschuß.

Es ist erklärter Wunsch von Bezirkstagspräsident Franz Löffler und den Bezirksräten, vermehrt an Orten zu tagen, an denen sich der Bezirk Oberpfalz besonders engagiert. So tagte am Donnerstag der Kulturausschuss des Bezirkstags der Oberpfalz im Kloster Plankstetten, dessen Sanierungsmaßnahmen der Bezirk in den vergangenen Jahren mit rund 550.000 Euro gefördert hat.


Auch am Donnerstag bewilligten die Bezirksräte zahlreiche Zuschüsse, insgesamt stellten sie 125.000 Euro für eine Vielzahl von kulturellen Projekten in der gesamten Region zur Verfügung. Erstmals erhält die Schule der Dorf- und Landentwicklung in Plankstetten einen Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro. Die Einrichtung verstehe sich als Ideenschmiede für den ländlichen Raum und biete Seminare und Tagungen zur Regionalentwicklung an, hieß es. Dies korrespondiere durchaus mit den Aufgaben des Bezirks, so Bezirkstagspräsident Löffler.

Keinen Handlungsbedarf sah die Mehrheit der Bezirksräte derzeit, die Förderrichtlinien im Bereich der Denkmalpflege zu überarbeiten. Bezirksrat Richard Gaßner hatte für die SPD-Fraktion dafür plädiert, den Höchstbetrag eines Zuschusses von derzeit 40.000 Euro anzuheben und bei der Förderung denkmalpflegerischer Sanierungsmaßnahmen künftig Barrierefreiheit zu fordern. Gaßner begründete seinen Vorschlag damit, dass sich in den zurückliegenden Jahrzehnten die Baukosten insgesamt erhöht hätten. Bezüglich der Barrierefreiheit bei denkmalgeschützten Gebäuden solle man sich mit den anderen bayerischen Bezirken abstimmen.

Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl betonte, dass der Bezirk Oberpfalz ohnehin zu den Bezirken zähle, die mit am meisten Geld für die Denkmalpflege zur Verfügung stellten, nämlich rund 1,3 Millionen Euro 2015. Bezogen auf die Einwohnerzahl bedeute dies, dass der Bezirk Oberpfalz mit 1,09 Euro die höchsten Ausgaben im Bereich Denkmalpflege aufweise. Der bayernweite Durchschnitt lag 2014 bei nur 0,54 Euro.

Auch Kulturreferent Thomas Gabler (CSU) würde gerne mehr Geld für die Denkmalpflege zur Verfügung stellen, aber „es ist schwer, auf die zur Verfügung stehenden Mittel noch was draufzusatteln“. Bezirkstagspräsident Löffler erinnerte daran, dass die Bezirke eine „ergänzende Aufgabe“ bei der Förderung von Denkmalmaßnahmen hätten, „die vom Bezirk Oberpfalz mehr als erfüllt wird“. Vorrangig sei der Freistaat Bayern in der Pflicht.

Den höchsten Zuschuss vergaben die Bezirksräte an das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern in Theuern (Kreis Amberg-Sulzbach). Mit 20.000 Euro unterstützt der Bezirk Oberpfalz die Sanierung und Ersatzbeschaffung der Gleisanlage der dort befindlichen Grubenlok sowie eine Glasausstellung im Museum.
19.03.15
Neumarkt: Zu Gast im Kloster
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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