Mehr Unfälle im Süden


Die Entwicklung der Unfallzahlen
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NEUMARKT. Im südlichen und südöstlichen Landkreis Neumarkt sind die Zahlen der Verkehrsunfälle mit Verletzten und der Verletzten selbst deutlich gestiegen. Auch am drastischen Rückgang der Anzahl von Verkehrstoten im Landkreis Neumarkt (wir berichteten) hatte der Bereich der Parsberger Polizei keinen Anteil.

Wie im Jahr zuvor zählte man im Inspektionsbereich, der die Gemeinden Dietfurt, Breitenbrunn, Hohenfels, Lupburg, Parsberg, Seubersdorf und Velburg (nicht aber die Autobahn) umfaßt, einen Verkehrstoten: im Oktober war ein 38jähriger Motorradfahrer aus Roth bei Töging bei einem Überholmanöver tödlich verunglückt (wir berichteten).


Wenngleich sich im abgelaufenen Jahr die Gesamtunfallzahlen geringfügig um 2,9 Prozent auf insgesamt 874 (Vorjahr: 840) erhöhten, sank wenigstens die Zahl der schwer verletzten Unfallbeteiligten um 11,5 Prozent. Die Unfälle mit Personenschäden erhöhten sich allerdings um 19,11 Prozent auf 81 (69)Fälle. Dabei wurden 102 (88) Personen verletzt, 79 (61) Personen davon leicht, 23 (26) Personen schwer.


Die Entwicklung der Unfälle mit Sachschäden


Die Entwicklung der Alkohol-Unfälle
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Mit 88 (120) war die Zahl der schwerwiegenden Sachschaden-Unfälle um 24,78 Prozent geringer als im Vorjahr. Bei diesen beiden Unfallgruppen entstand ein Gesamtschaden von fast einer Million Euro. Allerdings dürfte der reale Schaden deutlich höher liegen, wenn alle Folgekosten berücksichtigt werden.

Die Kleinunfallzahlen - also Unfälle mit geringfügigen Rechtsverstößen und geringem Schaden, sowie Wildunfälle - zeigen sich mit 705 Unfällen (651) um 6,1 Prozent leicht ansteigend. Die Zahl der Wildunfälle stieg dabei von 406 auf 478, also um 11,7 Prozent. Bei Wildunfällen wurden auch zwei (drei) Personen leicht verletzt.

Fälle von „Unfallfluchten“ schlugen mit 50 (78), also -35,0 Prozent, zu Buche, wobei aber nur 20 Prozent der Fälle zu klären waren. Es fehlten häufig jegliche Ermittlungsansätze und Zeugenbeobachtungen.

Erfreulich rückläufig zeigen sich die Verkehrsunfälle mit der Ursache Alkoholeinwirkung von fünf auf drei Fälle, wobei insgesamt zwei Personen leicht verletzt wurden.

Bei 18 (19) Motorrad-Unfällen wurden 18 (17) Personen verletzt (und ein Motorradfahrer getötet). Anfang Oktober überholte ein 39-jähriger Krad-Fahrer aus dem Bereich Nürnberg auf der Staatsstraße 2234 bei Töging ein vorausfahrendes

Sieben (acht) Fahrradfahrer waren in Unfälle verwickelt. Alle sieben wurden dabei mehr oder weniger verletzt. Vier Unfälle wurden durch die jeweiligen Zweiradfahrer verursacht.

Im vergangenen Jahr wurde bei einem (drei) Schulwegunfall eine Schülerin leicht verletzt. Eine zehnjährige Schülerin hatte die Bahnhofstraße in Parsberg unvorsichtig überquert und war gegen ein Auto gelaufen. Glücklicherweise war nur eine leichte Schürfwunde die Folge.

Der Bereich „Schulweg“ wird als polizeilicher Schwerpunkt gesehen. Um hier die Sicherheit weiter zu festigen, werden neben der polizeilichen Jugendverkehrsschulausbildung in Dietfurt für junge Radfahrer sowie der Einweisung von Schulweghelfern und Schülerlotsen in Bereichen von Schulwegen immer wieder Geschwindigkeits-, Gurt- und Schulbuskontrollen durchgeführt.

Im Jahr 2014 war kein Unfall mit Drogeneinwirkung zu bearbeiten.

Der Dienstbereich der Polizeiinspektion Parsberg mit seinen sieben Gemeinden weise aktuell keinen regional eingrenzbaren Unfallschwerpunkt auf, sagte Dienststellenleiter Erster Polizeihauptkommissar Peter Gotteswinter.

Unfallursachen

Neben den Unfallursachen Fehler beim Abbiegen in 56 (64) Fällen, Nichtbeachten der Vorfahrt 49 (32), falsche Straßenbenutzung in 23 (40) Fällen zeigt sich die nicht angepasste Geschwindigkeit in 30 (38) Fällen trotz erkennbaren Rückgangs weiterhin als mit ein zentrales Fehlverhalten der Fahrer insbesondere bei den Unfällen mit schwerwiegenden Folgen: hier gab es im Jahr 2014 18 (20) Verletzte.

Die Altersgruppe der jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) ist mit 45 Unfällen am Gesamtunfallgeschehen von 169 „schwere Unfällen“ mit 26,6 Prozent beteiligt. Der Anteil der Unfallbeteiligten der Altersgruppe über 65 Jahren beträgt 17,1 Prozent (29 Unfälle). Die Gruppe der Senioren zeigt sich hinsichtlich des geschwindigkeitsbedingten Fehlverhaltens unauffällig und fällt insbesondere bei Vorfahrtsverletzungen und Abbiegefehlern auf, hieß es.

Die Anzahl der Verkehrsstraftaten allgemein wie Nötigung und Beleidigung im Straßenverkehr stieg geringfügig auf 36 Fälle (35). Bei intensiven Verkehrskontrollen wurden 21 (29) Verkehrsteilnehmer ohne Fahrerlaubnis ertappt und dem Staatsanwalt gemeldet.

Die Gesamtunfallzahlen in den einzelnen Inspektions-Gemeinden:
2014 2013 2012 2011 2010
Breitenbrunn 98 96 103 106 81
Dietfurt 119 113 122 90 133
Hohenfels 92 96 129 102 86
Lupburg 54 56 52 42 54
Parsberg 235 224 247 229 272
Seubersdorf 117 117 131 100 110
Velburg 144 138 151 138 133

Kontrollen

Um den ursächlichen Fehlverhaltensweise von Verkehrsteilnehmern zu begegnen, setzte die örtliche Polizeidienststelle im vergangenen Jahr eine Reihe von Überwachungsmaßnahmen um: Neben stationären Geschwindigkeitsmessungen der überregional tätigen Verkehrspolizeiinspektion Regensburg ahndeten die Parsberger Beamten bei insgesamt 138 Handlaser-Messstunden 168 gravierende Geschwindigkeitsverstöße. 33 Fahrer wurden wegen Alkoholisierung am Steuer „aus dem Verkehr gezogen“ und mit Fahrverboten oder Entzug der Fahrerlaubnis belegt. Vier Personen wurden unter Drogeneinwirkung als Fahrzeuglenker festgestellt und angezeigt. Bei zwei fahruntüchtigen Autofahrern wurde eine Trunkenheitsfahrt verhindert. Sie konnten rechtzeitig vor Fahrtantritt von der Polizeistreife gestoppt werden.
02.03.15
Neumarkt: Mehr Unfälle im Süden
Telefon Redaktion



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