Massenkarambolage auf A9

NEUMARKT. Die Münchner Autobahn war nach einer Massenkarambolage bei Allersberg in Richtung München am späten Sonntag-Vormittag voll gesperrt.

Im starken Schneetreiben waren wenige Kilometer von der Neumarkter Landkreisgrenze entfernt etwa 30 Autos ineinander gekracht. Drei Menschen wurden leicht verletzt. Der Unfall wurde offenbar durch einen Pannen-Lastwagen ausgelöst, der auf Höhe Göggelsbuch seinen Dieseltank aufgerissen hatte.


Während der Reinigungsarbeiten rasten trotz Stauwarnung etliche Autos mit überhöhter Geschwindigkeit und zu geringem Sicherheitsabstand ineinander. Die Autobahn musste in Richtung München stundenlang komplett gesperrt werden.

Aktualisierung: Gegen 14 Uhr gab es von der Polizei nähere Angaben zu der Massenkarambolage. Demnach prallte zunächst gegen 11 Uhr in Fahrtrichtung Norden ein Sattelzug in die Mittelschutzplanke und blockierte dort die linke und mittlere Fahrspur. Wegen auslaufender Betriebsstoffe folgte schließlich eine aufwendige Bergung des mit Tomaten beladenen Lastwagens, die sich immer noch hinzieht.

Teilweise wurde die Fahrtrichtung komplett gesperrt. Es kam zu Behinderungen mit teilweise bis zu 20 Kilometer Stau bis über die Anschlussstelle Altmühltal hinaus.

Fast zeit - und ortsgleich, nur wenige Kilometer voneinander entfernt, ereigneten sich in der Folge mindestens 14 Verkehrsunfälle mit 40 beteiligten Fahrzeugen. In Fahrtrichtung Süden war nun ebenfalls kein Durchkommen mehr.

Alle eingesetzten Kräfte der Verkehrspolizei Feucht mit aus der Freizeit geholten Kollegen, sowie die umliegenden Polizeiinspektionen Feucht, Hilpoltstein und Roth, die umliegenden Feuerwehren, das THW Roth und Hilpoltstein und die Autobahnmeisterei arbeiteten Hand in Hand bei der Bewältigung des Unfallaufkommens. Teilweise mussten die Beamten zu Fuß zu den Unfallorten gelangen, weil ein Durchkommen mit Fahrzeugen nicht mehr möglich war.

Um 14 Uhr sprach die Polizei von sechs Leichtverletzten, zwei mittelschwer Verletzten und einem Sachschaden in Höhe von über 325.000 Euro . Die Fahrbahn in Richtung Süden ist wieder frei befahrbar.

Die Ursache für die zahlreichen Unfälle dürfte wohl in den zu geringen Abständen der Autos zu den vorausfahrenden Fahrzeugen und den vorübergehend schlechten Witterungsbedingungen mit Graupelschauern zu suchen sein, hieß es.
08.02.15
Neumarkt: Massenkarambolage auf A9
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