Volksfestkrug vorgestellt


Dr. Franz Ehrnsperger, Künstler Alfons Dürr, Gebietsleiter Franz
Ebenhöch und Verkaufsleiter Berthold Winkler präsentieren das
streng limitierte Trinkgefäß und seinen Inhalt in der Magnum-
Flasche.
Fotos: Erich Zwick
NEUMARKT. Die Bierspezialität der Neumarkter Lammsbrauerei für das Neumarkter Juravolksfest ist nicht nur eine erquickende Labsal für Gaumen, Kehle und Gurgel (wie der Rachenraum von den eingeschworenen Biertrinkern etwas respektlos bezeichnet wird), sondern auch was fürs Auge – und das gleich in doppelter Hinsicht.

Da ist zunächst einmal das bernsteinfarbene und mit einer Schaumkrone geadelte Volksfestbier selbst, das bei 13,5 Prozent Stammwürze 5,2 Prozent Alkohol in den Krug bringt. Und damit ist das zweite Stichwort für das mittrinkende Auge gegeben: das kunstvoll gestaltete Trinkgefäß – es als profanen „Maßkrug“ zu bezeichnen, wäre schier eine Majestätsbeleidigung.


„A.D.“ signiert das von ihm gestaltete Etikett auf einer Magnum-
Flasche (Beim A.D. handelt es sich nicht um den Nürnberger
Albrecht Dürer, sondern um den nicht minder begnadeten Alfons
Dürr aus Neumarkt, Anm. d. Red.).
Der Neumarkter Künstler Alfons Dürr hat sich von der reichen Geschichte der alten Pfalzgrafenstadt inspirieren lassen und Neumarkts leichte Reiter, die Chevaulegers, zum Leben erweckt. Sie zieren den Volksfestkrug (hier sei die Bezeichnung „Krug“ erlaubt) und erinnern in ihren farbenprächtigen Uniformen an die Zeit von 1717 bis 1909. Wer in dem bildbestimmenden Reiter den Schiller-Michel zu erkennen glaubt, der liegt gar nicht so verkehrt, obwohl Alfons Dürr die Namen seiner lebenden Modelle nicht preisgibt.

So auch nicht den der feschen Maid, die in jeder Hinsicht gut eingeschenkt die Maßen zu den nach Bier lechzenden Volksfestgästen schleppt. Das war das Motiv des zweiten von nun drei Krügen, die die kunstvolle Handschrift von Alfons Dürr tragen. Und auch über die folgenden „Humpen“ (da klingt ja „Krüge“ noch vornehmer) sind schon Ideen geboren. Der nächste im Jahr 2008 ist den Wolfsteinfreunden, der im Jahr 2011 dem pfalzgräflich-historischen Verein gewidmet.

Nach so viel Worten über die „Verpackung“ nun zum Inhalt selbst: Das Neumarkter Festbier – so heißt der speziell zur Festbier-Saison eingebraute Gerstensaft – ist vollmundig im Geschmack, hat ein mildes, süffiges Aroma und ist einfach der „Sommerhit“ der Neumarkter Lammsbräu. Dass die Rohstoffe ausschließlich aus ökologischem Landbau stammen und das zwangsläufig im Bier enthaltene Brauwasser aus dem brauereieigenen Mineralbrunnen stammt, versteht sich bei Deutschlands größter Öko-Brauerei ganz von selbst. „Im Grunde“, sagt Dipl.-Braumeister und Lammsbräu-Inhaber Dr. Franz Ehrnsperger mit berechtigtem Stolz, „haben sich nur die technologischen Rahmenbedingungen geändert, die Reinheit der Zutaten ist heute wie vor 375 Jahren bei unserem Bier einzigartig.“ Sein Engagement fand und findet höchste Anerkennung. Der promovierte Betriebswirt Dr. Ehrnsperger ist bekanntlich der Träger des Deutschen Umweltpreises 2001.


Auf riesengroßen Plakatwänden feiern die Chevaulegers fröhli-
che Urständ und laden zum Festbier der Lammsbräu in die Jura-
hallen. Aber auch in Gaststätten und zu Hause ist es ein begehr-
ter Sommerhit.
Nach diesem kleinen Ausflug in die Theorie und Brauerei-Philosophie noch einmal zurück zum Neumarkter Festbier. Während der Volksfestausschuß erst am Sonntag offiziell bei der Bierprobe davon „naschen“ darf, können die ganz Ungeduldigen schon jetzt zugreifen: Das Spezialbier ist ab sofort in der heimischen Gastronomie und im Getränkehandel erhältlich. Und wer nun nicht nur „heiß“ aufs Bier ist, sondern auch auf das streng limitierte Trinkgefäß mit den „Schwollis“ drauf, kann es ab Dienstag in Fachgeschäften für Geschenke, in der Brauerei und in der Tourist-Info im Rathaus und während des Volksfestes natürlich auch beim Festwirt zum Preis von knapp zehn Euro käuflich erwerben. Das Chevauglers-Motiv ist übrigens auch auf jeder 0,5-Liter-Festbier- und auf der Magnum-Flasche zu finden.
Erich Zwick
25.07.05
Neumarkt: Volksfestkrug vorgestellt
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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