„Begleiteter Übergang“


Im Bezirk wird eine Qualifizierungs-Offensive für Menschen mit Behinderung gestartet

NEUMARKT. Der Bezirk Oberpfalz startet mit zahlreichen Partnern eine berufliche Qualifizierungs-Offensive für Menschen mit Behinderung.

Erstmals starten die Bezirke in Bayern gemeinsam mit dem bayerischen Sozialministerium, den Agenturen für Arbeit, den Integrationsämtern und –fachdiensten in Kooperation mit den Werkstätten für Behinderung eine bayernweit gemeinsame Qualifizierungsoffensive, um mehr Menschen mit Behinderung aus den Werkstätten in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen.


Bezirkstagspräsident Franz Löffler betonte bei der Informationsveranstaltung, dass der Bezirk Oberpfalz mit diesem auf drei Jahre angelegten Projekt Zeichen setzen will: “Zur echten Inklusion gehört für Menschen mit Behinderung Arbeit und Beruf und für den eigenen Lebensunterhalt selbst sorgen zu können.“ 27 Prozent der Betriebe in Bayern mit mehr als 20 Beschäftigten zahlen lieber die gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichsabgabe als einen Menschen mit Behinderung einzustellen. „Hier ist Handlungsbedarf, den die Projektpartner auch anpacken“, betonte Martin Pfitzenmaier von der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

Bayernweit wollen die Kooperationspartner gemeinsam mit 345 Menschen, die bisher in Werkstätten für Menschen mit Behinderung arbeiten, erfolgreich die Hürden zum allgemeinen Arbeitsmarkt überwinden. Das wären 70 Prozent mehr Vermittlungen als bisher möglich waren. In der Oberpfalz sind das während der Laufzeit des Modellprojekts 35 Menschen mit Behinderung, die eine umfangreiche Qualifizierungsphase durchlaufen, um eine erfolgreiche Vermittlung und Beschäftigung möglich zu machen.

Die Bezirkssozialverwaltung unterstützt das Projekt „Begleiteter Übergang Werkstatt – allgemeiner Arbeitsmarkt“ mit rund 290.000 Euro, für Präsident Löffler ist das „gut angelegtes Geld“. Bayernweit investieren die Projektpartner insgesamt rund 7 Millionen Euro in das Projekt. Um den Erfolg zu sichern, durchlaufen geeignete Werkstättenbeschäftigte nach der etwa dreimonatigen Vorbereitungsphase in der Werkstatt eine bis zu neun Monate dauernde Vermitt-lungsqualifizierung unter Regie der Werkstatt oder des Integrationsfachdienstes.
21.01.15
Neumarkt: „Begleiteter Übergang“
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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