"Immense Gefahr"


Vertreter der sieben Bürgerinitiativen des Landkreises: man will weiter erbitterten Widerstand leisten
Foto: Stefan Grasenhiller
NEUMARKT. Meldungen von möglicherweise geänderten Trassenführungen sollen die Stromtrassen-Gegner im Landkreis Neumarkt nicht auseinander dividieren: die geplante Monsterstromtrasse stelle eine "immense Gefahr für unsere Heimat, Mensch und Natur dar", hieß es.

Regelmäßig treffen sich die sieben Bürgerinitiativen gegen die Monsterstromtrasse aus dem Landkreis Neumarkt zu einem Meinungsaustausch. Insbesondere wegen der in den letzten Tagen in den Medien vorherrschenden Debatte zur Gleichstrompassage Süd-Ost habe man sich zusammengefunden. neumarktonline hatte ein überregionales Blatt zitiert, nachdem in Berlin über geänderte Start- und End-Puinkte der Stromtrasse gesprochen würde (Meldung hier).


Das umfassende Engagement zahlreicher Landkreise, Kommunen und Bürgerinitativen habe gezeigt, dass die Bevölkerung diese massiven Bedrohungen „von oben“ nicht akzeptieren werde. Aufgrund eines "Ermächtigungsgesetzes, das bisherig geltende rechtliche Instanzen nicht mehr zulässt", werde den Bürgern bislang bestehendes Recht entzogen und über deren Köpfe hinweg sollen Entscheidungen mit Auswirkungen in noch ungeahntem Ausmaß auf Land und Leute hingenommen werden, hieß es bei dem Treffen.

Täglich gingen andere Meldungen über den Ticker, die Verwirrung in der Bevölkerung sei groß. Niemand kenne den genauen Stand der weiteren Aktionen der verantwortlichen Investoren und Behörden. Die Bürgerinitiativen des Landkreises sind sich einig: So lange die Trassenplanung in gesetzlich legitimer Weise besteht, wird der Widerstand nicht nachlassen. Auch Meldungen über neue Trassenplanungen geben zu keinerlei Änderung der Marschroute Anlass.

Das Bestreben von tausenden von Menschen habe Wirkung gezeigt. Die Zerstörung der Heimat, von Natur, land- und forstwirtschaftlichen Flächen, immense Werteverluste, unkalkulierbare Gesundheitsgefahren und viele weitere Aspekte werden weder von der Politik vor Ort, noch von den Menschen widerstandslos hingenommen werden, hieß es.

Insbesondere wurde ansprochen, dass sich in der bisherigen Diskussion mit dem Aspekt der gesundheitlichen Auswirkungen der Megatrasse nicht hinreichend auseinandergesetzt wird. Auch über das "Finanzprodukt Stromtrasse", das Bürger mit ihren Steuergeldern finanzieren müßten, den Investoren und Betreibern aber eine garantierte Verzinsung von über 9 Prozent zusagt, bestätige den finanziellen Hintergrund und die angebliche „Erforderlichkeit“ der geplanten Trasse.

Die Überflüssigkeit der Trasse hage ein Angestellter der Bundesnetzagentur bei einem vor drei Wochen stattgefundenen Workshop mit den Bürgerinitiativen mehr oder weniger selbst bestätigt, hieß es bei den Bürgerinitiativen. Auf die Frage, was denn geschehe, wenn aus irgendwelchen Gründen die HGÜ-Trasse nicht zur Verfügung stehe, antwortete er: Das sei alles kein Problem, die herkömmlichen Trassen (Wechselstromtrassen) würden diese Aufgabe einwandfrei übernehmen können.

Die Gründung des Vereins „Kommunen gegen die Gleichstrompassage Süd-Ost“ auf kommunalpolitischer Ebene setze ein wichtiges Zeichen. Auf allen Ebenen sei man sich einig: "Die Monsterstromtrasse stellt eine immense Gefahr für unsere Heimat, Mensch und Natur dar", hieß es von der bürgerinitiativen. "Dagegen gilt es weiterhin erbitterten Widerstand zu leisten. Und diesen werden Bürger gemeinsam mit ihren Kommunen bieten".
18.07.14
Neumarkt: "Immense Gefahr"
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