"Almauftrieb" der Flieger


Bei dem herrlichen Wetter holen die Segelflieger ihre Flugzeuge wieder aus dem "Winterschlaf"

NEUMARKT. "Almauftrieb" nannten die Ottenberger Segelflieger den alljährlichen Saisonstart, als ihre Werkstatt noch in Nürnberg war.

Im Winter wurden die Flugzeuge dort überholt und repariert. Jetzt ist die Sonne schon so stark, dass Thermik entstehen kann. Spätestens dann fuhr man sie im Hänger wieder hinauf zum Ottenberg. Dann mussten sie erst wieder aufgerüstet werden. Einmal im Jahr werden die Flugzeuge auch einer Prüfung, ähnlich der TÜV-Prüfung bei Autos, unterzogen.

Bei den meisten Flugzeugen wird das gleich im Frühjahr gemacht. Da schaut der Prüfer auf alle Teile im Flugzeug, die für die Sicherheit von Bedeutung sind. Wegen einer an die Halle angebauten Werkstatt brauchen die Flugzeuge jetzt nicht mehr abtransportiert zu werden, aber der Begriff "Almauftrieb" für den Start in die Segelflugsaison hat sich im Verein erhalten.

Wenn die Luft und die Erde noch relativ kalt sind aber die Sonne schon ziemlich stark ist, erwärmt sich erst die Erde und dann die darüber liegende Luft. Da warme Luft leichter ist als kalte, steigt diese dann auf. So entsteht Thermik. Im April ist es so weit, da wird die Sonne von Tag zu Tag immer stärker, so dass der "Motor der Segelflieger" anspringt.

Nach der langen Winterpause möchten natürlich alle wieder in die Luft. Das ist notwendig damit sich die nötige Routine wieder einstellt. Der Gesetzgeber schreibt auch vor, dass jeder Pilot sich zweimal im Jahr durch einen Checkflug mit einem Fluglehrer überprüfen lassen soll, damit sich keine eventuell sicherheitskritischen Fehler einschleichen. Es ist auch Vorschrift, in den letzten drei Monaten mindestens drei Starts allein auf einem gleichen Flugzeug gemacht zu haben, bevor man einen Gast mitnehmen darf.

Wer Segelfliegen im Verein näher kennenlernen möchte, hat übrigens die Möglichkeit für einen Monat Mitglied zu werden. Da kann er den "Alltag eines Flugschülers" erfahren. In den Pfingstferien und den ersten zwei Wochen der Sommerferien ist täglich Flugbetrieb, ansonsten nur an Wochenenden und Feiertagen.

Segelflieger besuchen auch gern mal andere Flugplätze, um von dort aus die Umgebung zu erkunden. In diesem Jahr will man im Juli mal Station in Blaubeuren machen. Es liegt auf der Schwäbischen Alb, die bekannt für sehr gute Thermik ist.
30.03.14
Neumarkt: "Almauftrieb" der Flieger
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