Standorte verschoben

NEUMARKT. Die Kriminalstatistik 2013 und eine geringfüguge Standort-Verschiebung für zwei Windräder wurden am Dienstagabend im Deininger Gemeinderat behandelt.

Die Kriminalstatistik 2013 weist für Deining 69 Taten und damit vier mehr als im Vorjahr auf. Mit 17 Delikten je 1000 Einwohner ist dies erneut eines der besten Ergebnisse im Bereich der Neumarkter Polizei (Tabelle hier).

Fälle von Gewaltkriminalität und Straßenkriminalität waren 2013 nicht zu verzeichnen, jedoch acht Vermögens- und Fälschungsdelikte. Die Zahl der Rohheitsdelikte (zum Beispiel Körperverletzung) gibt die Statistik mi 16 wider. Die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sind von einem Fall im Vorjahr auf neun Delikte angestiegen. Schwerere Vergehen oder gar Verbrechen sind in Deining nicht vorgekommen.

Von 69 Straftaten wurden 52 aufgeklärt. Dies entspricht einer ausgezeichneten Aufklärungsquote von 75 Prozent. Dies zeuge von sehr guter Polizeiarbeit, sagte Bürgermeister Alois Scherer. Das Risiko, entdeckt zu werden, sei außerordentlich hoch.

Die Zahlen der Verkehrsunfallstatistik zeigen erfreulicherweise einen Rückgang der Unfälle von 131 auf 118. Die Unfälle mit Personenschäden sind von elf auf 15 leicht angestiegen. Die Zahl der Verletzten ist mit 20 gleich geblieben. Die Zahl der Leichtverletzten ist von 9 auf 17 gestiegen und die Zahl der Schwerverletzten erfreulicherweise von elf auf drei gesunken. Rund dreiviertel der Unfälle sind Kleinunfälle mit geringen Blechschäden. Unfallschwerpunkte ergeben sich aus der Statistik nicht.

Nach der Vorgabe der Gemeindeordnung, wonach die Empfehlungen der Bürgerversammlungen vom Gemeinderat zu behandeln sind, berichtete Bürgermeister Alois Scherer über die Ergebnisse. Besondere Anliegen musste der Gemeinderat nicht abhandeln. Die meisten Anregungen sind zwischenzeitlich – meist durch Bauhofeinsätze – umgesetzt oder erledigt.

Windräder rücken etwas weiter

Die seit Juli 2012 in Kraft gesetzte Konzentrationszonenplanung der Gemeinde sieht die Errichtung von sechs Windkraftanlagen vor. Vier dieser Anlagen sind bereits im Bereich Zieger gebaut und in Betrieb. Für die zwei noch fehlenden Anlagen - eine Anlage ebenfalls am Standort Zieger, östlich von Unterbuchfeld, und die andere Anlage westlich von Tauernfeld - hat der Betreiber aus Gründen des wirtschaftlichen Betriebs eine geringfügige Standortverschiebung beantragt. Nachdem der Gemeinderat dem Antrag in der Sitzung vom November 2013 zugestimmt hatte, ließ die Verwaltung die notwendigen Planentwürfe ausarbeiten. Außerdem führte sie die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange durch.

Der Gemeinderat legte fest, dass die bisher in den Bauleitplänen vorgesehenen Standorte geringfügig verschoben werden. Der Standort südöstlich von Unterbuchfeld wird um etwa 200 Meter in Richtung Nord-Nord-Ost verlegt. Ein Gutachten hat ergeben, dass damit die Windabschattung der auf Velburger Gebiet bestehenden Anlage deutlich verringert werden kann.

Der Standort westlich von Tauernfeld wird um rund 250 Meter in Richtung Süd-Süd-West an einen um 20 Meter höheren Standort verlegt. Dieser Standort war beim Erlass der Bauleitpläne im Jahre 2012 wegen der damals noch bestehenden Höhenbegrenzung der militärischen Tiefflugzone nicht möglich. Der Abstand von 1000 Metern zur nächsten Wohnbebauung wird natürlich auch bei den geänderten Standorten eingehalten.
26.03.14
Neumarkt: Standorte verschoben
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