Erst im zweiten Anlauf...


Das Preisgericht traf am Samstag die Entscheidungen

NEUMARKT. Es war eine schwere Geburt: doch jetzt stehen die Sieger beim Innenstadtwettbewerb zur Umgestaltung der Haupteinkaufsstraßen fest.

Nachdem im Januar schon einmal eine Termin zur Präsentation der Sieger kurzfristig abgesagt wurde, hat das Preisgericht jetzt seine Entscheidung getroffen.

Die Jury hat am Samstag in den Sälen der Residenz nach Abschluß eines im Januar überraschend beschlossenen "Optimierungsverfahrens" noch einmal getagt.

Der erste Preis geht an das Büro "Levin Monsigny" aus Berlin. Der zweite Preis wird dem Büro "Lohaus und Carl" aus Hannover zugesprochen. Dritter wurde das Büro "Pesch Partner" aus Stuttgart. Zusätzlich wurden Anerkennungen ausgesprochen.

Die Arbeiten der siegreichen Büros werden im Rahmen der Ausstellungseröffnung zum Innenstadtwettbewerb am 31.März um 18 Uhr näher vorgestellt und Oberbürgermeister Thomas Thumann wird dabei die Auszeichnungen an die Preisträger überreichen. Die Siegerentwürfe sind dann zusammen mit den insgesamt 25 Wettbewerbsbeiträgen im Rahmen einer Ausstellung in der Großen Jurahalle vom 1. bis 8.April zu sehen.

Anschließend wird sich der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung mit den Preisträgerentwürfen befassen und die Kriterien für das notwendige Verhandlungsverfahren zur endgültigen Vergabe festlegen.

Als Vorbereitung des Wettbewerbes zur Innenstadt waren viele Schritte und eine umfangreiche Bürgerbeteiligung vorangegangen, hieß es am Samstag. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung gab es eine Fragebogenaktion, einen Infostand in der Marktstraße, eine Information der Anrainer und eine "Ideenwerkstatt". Es fanden zudem Arbeitskreise statt, der Stadtrat und die Öffentlichkeit wurden informiert, in den Fraktionen wurde diskutiert und letztlich wurde dann ein Auslobungsbeschluss im Stadtrat getroffen.

Als Fachpreisrichter fungierten Prof. Ingrid Burgstaller, Leitender Baudirektor Rudolf Fröschl, Prof. Ulrich Holzscheiter, Stadtbaumeister Matthias Seemann und Prof. Uta Stock-Gruber. Sachpreisrichter waren neben Oberbürgermeister Thomas Thumann die Stadträte Gertrud Heßlinger, Wolfgang Knychalla und Werner Thumann. Als ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter war Christian Kirchberger und als ständig anwesende stellvertretende Sachpreisrichterin Bürgermeisterin Ruth Dorner mit dabei.

Das Preisgericht hatte erstmals im Januar in der Großen Jurahalle getagt. Die Sitzung des Preisgerichts am 14.Januar hatte überraschend kein endgültiges Ergebnis erbracht (wir berichteten). Vielmehr hatten die Preisrichter "die Chance gesehen", einige Arbeiten der engeren Wahl "optimieren" zu lassen, wie es am Samstag hieß. Daher war ein Optimierungsverfahren eingeleitet und der Wettbewerb anonym weitergeführt worden, wobei ein Notar die Anonymität der Verfasser gewährleistet hatte.

Vier zur Überarbeitung ausgewählten Verfassern war die Möglichkeit gegeben worden, anhand von Hinweisen der Fach- und Sachpreisrichter ihre Planungen weiter zu bearbeiten und zu optimieren. Diese Vorgehensweise der Optimierung sei im Rahmen von Wettbewerben nichts Ungewöhnliches und führe zu besten Ergebnissen, sagte der von der Stadt für die Wettbewerbsdurchführung beauftragte Architekt Reinhard Pfab.


Im April sollen die Wettbewerbsbeiträge und die Siegerentwürfe in der Jurahalle zu sehen sein
22.03.14
Neumarkt: Erst im zweiten Anlauf...
Telefon Redaktion


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