"Was zu viel ist..."

Als politisch interessierter Mensch lese ich grundsätzlich alle Prospekte und Informationsschriften, die im Zuge der Wahl ins Haus flattern. Allerdings bin ich von diesem Prinzip vorläufig abgekommen.

In den letzten vier Wochen war mindestens zweimal pro Woche Wahlwerbung der CSU im Briefkasten. Wenn ich wollte, könnte ich die Kandidatenliste bereits auswendig – deswegen landet jeder Prospekt mit einem kurzen "Nicht schon wieder!" im Papierkorb. Ich bin mittlerweile wirklich genervt davon. Meine Wahlentscheidung hängt schließlich keineswegs von der Quantität der Werbeprospekte, sondern vielmehr von der Qualität der Kandidaten ab! Ist es die diesjährige Wahlkampftaktik der CSU, die Neumarkter Bevölkerung so lange mit bunt bedrucktem Papier zu bombadieren, bis jeder nur noch "Blau mit Löwe" sieht?

Ganz ehrlich: Was zu viel ist, ist zu viel. Denken die Damen und Herren auch mal an die Umwelt? Auch wenn "Papier" ursprünglich nicht aus dem Deutschen stammt – "Papiersparen" sollte eigentlich kein Fremdwort sein... Und mit dem Geld, das dafür ausgegeben wird, könnte man sicher auch sinnvollere Dinge tun.

Obwohl – eigentlich sollte ich dankbar sein: So bekommt meine 9 Monate alte Tochter immer wieder neues Spielzeug, weil sie die Stapel an CSU-Wahlwerbung nach Herzenslust zerknüllen und zerreißen darf. Denn eine Ausgabe davon (und eine genügt mir!) liegt, gemeinsam mit den Informationsblättern von UPW, SPD, Grünen und FDP, auf einem sicheren Platz – falls ich wirklich nochmal nachschauen muss...
09.03.14
Katrin Bayerl-Heß, NeumarktNeumarkt: "Was zu viel ist..."
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