Bus zur Info-Veranstaltung

NEUMARKT. Die Ablehnungs-Front (wir berichteten) wird immer größer: auch die Freien Wähler in Berngau sind massiv gegen einen geplante Glöeichstrom-Trasse.

Sie bieten für interessierte Bürger eine kostenlose Busfahrt zur Informationsveranstaltung in die Meistersingerhalle Nürnberg an.

Die erforderliche Energiewende hin oder her - im Norden der Gemeinde besteht bereits eine 110-kV Leitung und die Versorgungsleitung für die ICE- und Bahnstromanbindung, heißt es von den Freien Wählern Berngau. Im Südwesten gibt es direkt nah an der Wohnbebauung - im Gebiet Allershofener Brunnen und in Allershofen selbst - die bestehende 220 kV Trasse - mit der "schwebenden Befürchtung", dass die künftig sogar noch auf 380 kV hochgerüstet werden müsse.

Die nun geplante zusätzliche Trasse mitten im Sulztal für die HGÜ-Gleichstromübertragung von Knotenpunkt Bad Lauchstätt nach Meitingen mit einer Kapazität von 4 Gigawatt (neumarktonline berichtete vielfach) laufe zu nah an der Neuricht- und Allershofener Wohnbebauung entlang. Bei der von Amprion favorisierten Vorzugsvariante werde das gänzlich derzeit unbelastete Waldgebiet "Appel" um Wolfsricht und Dippenricht sowie dem Kulturdenkmal "Keltenschanze" massiv zerschnitten. Der Ortsteil Tyrolsberg wäre sogar bei beiden Trassenvarianten vollends tangiert.

Für was werden sehr teure Renaturierungen und die Schaffung von Rückzugsgebieten von Flora und Fauna im Schutzgebiet "Sulztal" mit kommunalen Mitteln "aufgemöbelt", wenn diese dann mit 70 Meter hohen Masten alle 300 bis 500 Meter ein paar Jahre später wieder zerstört werden ?, fragte man in der Pressemitteilung der Freien Wähler.

Andererseits existiere im Osten der Buchberg mit dem Landschaftsschutzgebiet und die Umgehungsstraße. Wohin soll sich Berngau künftig weiter entwickeln? Das Gemeindegebiet wäre sowohl bei der alternativen Trassenvariante wie auch bei der von Betreiber genannten "Vorzugslösung" stark betroffen.

Vielmehr solle man "endlich" auf eine regionale Stromversorgung mit dezentralen Anlagen setzen. Berngau sei durch die Initiative von vielen örtlichen Privatleuten mit einer Biogasanlage und vielen kleinen wie auch einer großen PV-Anlage in der Energiewende bereits einen großen Schritt seit Jahren vorangegangen.

Die Kosten einer solchen Stromtrasse von mehr als einer Milliarde Euro seien in der Erforschung von speicherbaren Energieträgern wesentlich besser angelegt.

Die Freien Wähler werden sich massiv gegen die Pläne zur Wehr setzen. In diesem Zusammenhang wird am Mittwoch, 29. Januar, eine Busfahrt zur Aufklärungsveranstaltung in die Meistersingerhalle organisiert. Abfahrt ist um 17.45 Uhr in Berngau, um 18 Uhr in Tyrolsberg und um 18.15 Uhr in Postbauer-Heng. Anmeldungen sind unter Telefon 0175/2970475 oder per Email unter johann.barth@fw-berngau.de für alle Bürger aus der Gemeinde Berngau und Postbauer-Heng kostenfrei möglich.
23.01.14
Neumarkt: Bus zur Info-Veranstaltung
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