"Großer Spielraum"

NEUMARKT. Die Haushaltsentwicklung in Deining verlief im vergangenen Jahr außerordentlich günstig, hieß es bei der Gemeinderatssitzung.

Der im Haushaltsplan mit 1.339.000 Euro veranschlagte Zuführungsbetrag zum Vermögenshaushalt wurde mit dem Ergebnis von 1.736.000 Euro um fast 400.000 Euro deutlich überschritten. Neben vielen kleineren Mehrungen und Minderungen waren daran ein deutlich gestiegenes Gewerbesteueraufkommen und ein hoher Mehrbetrag bei der Einkommenssteuerbeteiligung schuld. Der freie Finanzspielraum stieg dadurch von geplanten 1.186.000 auf 1.580.000 Euro und damit auf den mit Abstand höchsten Stand seit Bestehen der Gemeinde. Dank der positiven Entwicklung stehe mit 595.000 Euro ein beachtlicher Rücklagenbetrag zur Verfügung.

Das Investitionsvolumen umfasste knapp 3 Millionen Euro und wurde ohne Neuverschuldung abgewickelt. Der aktuelle Schuldenstand liegt bei 1,676 Millionen oder umgerechnet 386 Euro je Einwohner. Laut Bürgermeister Scherer wäre es kein Problem, relativ schnell schuldenfrei zu werden. Dank fleißiger Unternehmer und Arbeitnehmer seien die finanziellen Rahmenbedingungen der Gemeinde ausgezeichnet.

Im Zuge des Städtebauförderprojekts "Neugestaltung der Schloßstraße" wurde bereits der unansehnliche nördliche Teilbereich der Friedhofmauer abgetragen, der öffentliche Vorplatz vor dem Kirchengrundstück neu gestaltet und die Sicht zum Kirchengebäude freigestellt. Nun soll auch der westliche Bereich der Friedhofmauer umgestaltet werden.

Die mit der Kirchenverwaltung, dem Landesamt für Denkmalpflege, der Städtebauförderungsabteilung bei der Regierung der Oberpfalz und mit den ehemaligen Besitzern der auf dem Friedhofgrundstück tangierten Gräber abgesprochene Planung sieht vor, dass die vor der Ostseite des Rathausgebäudes befindliche Mauer durch eine filigrane Abgrenzung in Form eines Handlaufes mit Mittelholm ersetzt wird, wobei an der Nordwestecke ein Teilbereich der alten Mauer in Form eines Eckpfeilers erhalten bleibt.

Der über die Rathausflucht hinausgehende Mauerbereich bleibt erhalten. Allerdings wird die Mauer durchbrochen, um über eine Treppe einen Zugang zum Kirchengrundstück zu ermöglichen. Auf der Schotterrasenfläche im südlichen Vorfeld des Rathauses sieht die Planung dazu einen drei Meter breiten Fußweg vor, der sich bei der Treppe auf zwei Meter verjüngt und in dieser Breite auf dem Kirchengrundstück weitergeführt wird.

Der südliche Vorplatz vor dem Rathaus wird ebenfalls umgestaltet. Im Bereich des Georg-Lang-Brunnens wird die Pflasterfläche erweitert und neben dem Fußweg in Richtung ehemaliger Friedhof werden Sitzsteine als Ruhezonen angebracht.

Die Kosten betragen rund 66.000 Euro. Von der Städtebauförderung sind 35.000 Euro Fördermittel in Aussicht gestellt.

Mit dem Projekt werde die mit der Sanierung der Schloßstraße eingeleitete städtebauliche Verbesserung durch die Freistellung des Rathauses, eine ansprechende Neugestaltung des südlichen Rathausvorplatzes und einer funktionalen Verbesserung in Form eines weiteren Zugangs zum Kirchengrundstück vollendet, hieß es.
22.01.14
Neumarkt: "Großer Spielraum"
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