Pfarrgemeinderat per Briefwahl

NEUMARKT. Noch bevor im März über die Bürgermeister und Gemeinderäte abgestimmt wird, steht im Februar die Pfarrgemeinderats-Wahl an.

Wahlurnen sind hier allerdings überflüssig: Erstmals erfolgt die Wahl grundsätzlich als Briefwahl - man erhofft sich dadurch eine höhere Beteiligung.


Sogar mit Bierdeckeln wird für die Wahl geworben
Auch bei der letzten Sitzung des Pfarrgemeinderates St. Johannes in Neumarkt war die Neuwahl das Hauptthema des Abends. Bereits davor hatte dazu ein überregionales Treffen auf Dekanatsebene stattgefunden. Beim sogenannten Werkstattabend wurden alle Fragen rund um die Wahlvorbereitung und –durchführung angesprochen.

Die Pfarrgemeinderäte in den katholischen Pfarreien Bayerns werden am 16. Februar neu gewählt. Die Vorbereitungen zur Wahl der etwa 2300 Frauen und Männer, die im Bistum Eichstätt den Pfarrgemeinderäten angehören, haben längst begonnen.

Wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Pfarrgemeinde, die am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet haben. Wählbar ist jeder Katholik, der am Wahltag mindestens 16 Jahre alt ist. Die Kandidaten müssen dabei jedoch nicht unbedingt in der Pfarrei wohnen. So trägt die Wahlordnung der Tatsache Rechnung, dass sich Katholiken wegen der heutigen Mobilität nicht selten in einer anderen Pfarrei engagieren als der, in der sie wohnen.

Die Wahlausschüsse wurden längst gebildet. Sie bestehen aus dem Pfarrer oder einem von ihm benannten Vertreter sowie drei vom bisherigen Pfarrgemeinderat gewählten Personen. Ihnen obliegt die konkrete Wahlvorbereitung, insbesondere die Aufstellung der Kandidatenliste. Für Kandidatenvorschläge ist am 19. Januar Annahmeschluss. Nach Prüfung der eingegangenen Wahlvorschläge und gegebenfalls Ergänzung der Liste wird die endgültige Kandidatenliste bis zum 26. Januar veröffentlicht.

Die Zahl der Pfarrgemeinderatsmitglieder hängt unmittelbar von der Anzahl der im Pfarrgebiet wohnenden Katholiken ab. Bei Gemeinden mit weniger als 1000 Katholiken gibt es neun Pfarrgemeinderatsmitglieder, bis 3000 sind es 15, bis 6000 gibt es 19 Sitze und darüber hinaus 23. Mindestens die Hälfte davon sind durch die Wahl zu vergeben. Darüber hinaus kann der Pfarrgemeinderat Berufungen aussprechen.

Die Wahlbeteiligung bei den letzten Wahlen 2010 und 2006 lag jeweils bei 18,6 Prozent. Allerdings haben statistische Auswertungen ergeben, dass diese bei den 20 Pfarreien, die bereits 2010 die Wahlen als Briefwahl durchgeführt hatten, signifikant höher lag. Aus diesem Grund hat man sich entschlossen, 2014 allen Wahlberechtigten die Wahlunterlagen unaufgefordert zuzustellen.

Der Pfarrgemeinderat wird von den Katholiken der Pfarrgemeinde direkt gewählt. Er hat die Aufgabe in allen Fragen, die die Pfarrgemeinde betreffen, mitzuwirken. Seine Amtszeit beträgt vier Jahre.
09.01.14
Neumarkt: Pfarrgemeinderat per Briefwahl
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