Alpengipfel besichtigt


Schneebedeckte Alpen-Gipfel - aus einem der Forster Ultraleicht-Flieger fotografiert

NEUMARKT. Zum Dreikönigstag mal schnell um die schneebedeckten Alpen-Gipfel fliegen - die Ultraleichtflieger aus Forst unternahmen einen Vereinsausflug. Das Nebelhorn, die Zugspitze, Schloss Neuschwanstein und das Allgäu lagen auf der Flugroute der Hobby-Piloten.

Um 10 Uhr waren am Dreikönigstag alle Piloten - darunter auch eine Pilotin - am Flugplatz im Sengenthaler Ortsteil Forst, um einen Ausflug "in die Berge" zu unternehmen. Nachdem die sechs Flugzeuge gecheckt waren, ging es los in Richtung Allgäu und Flugplatz Kempten.

An diesem Tag herrschte im Raum Neumarkt eine Inversionswetterlage - dann ist es in den höheren Luftschichten wärmer als am Boden und die Sichtweite ist meist sehr gut "Auf unser Flughöhe von etwa 800 bis 1000 Metern über Grund hatten wir rund 10 Grad Plus Temperaturen", erzählt der zweite Vorstand des Vereins, Andreas Kratzer.

Die Route führte vorbei an Augsburg, dann weiter über Memmingen nach Kempten. Bereits kurz nach dem Start in Forst, so ab etwa 500 Meter Höhe, konnte man wegen der klaren Luft und der guten Sicht bereits die Alpen sehen. Kratzer: "Dieses herrliche Bergpanorama konnten wir die ganze Strecke genießen!"

Die direkte Flug-Strecke von Forst nach Kempten ist rund 190 Kilometer lang. Dafür brauchten die Flieger aus Forst etwa anderthalb Stunden. Mit dem Auto würde man für die Strecke von rund rund 270 Kilometern - Staus gar nicht eingerechnet - wohl deutlich mehr Zeit benötigen.

Etwa fünf Minuten vor Kempten meldeten sich die Forster dann am Tower per Funk an. Nachdem man die Landefreigabe bekommen hatte, landete ein Flugzeug nach dem anderen "im schönen Allgäu". Nach dem Essen am Flugplatzrestaurant startete man in Richtung der schneebedeckten Alpen.

Die Route für den Heimweg führte die Flieger aus dem Landkreis Neumarkt entlang des Alpenhauptkammes vorbei am Nebelhorn, dann weiter nach Füssen, wo das herrliche Schloss Neuschwanstein liegt, weiter zur Zugspitze, von wo aus man einen traumhaften Blick in die Alpen hatten und auf der reger Skibetrieb herrschte, dann über den Starnberger See und Ammersee, vorbei an München und dann auf direkten Kurs zurück nach Forst.

Geflogen wird dabei mit speziellen Luftfahrtkarten, auf denen die verschiedenen Lufträume und zum Beispiel militärische Sperrgebiete eingezeichnet sind. "Wie auch in den Autos nutzen wir auch moderne GPS-Navigationsysteme", erklärte Andreas Kratzer. So landeten alle wieder zielsicher gegen 16 Uhr auf dem Flugplatz Forst.

Die Forster Flieger haben in den letzten Jahren schon beachtliche Touren geflogen. Unter anderem waren sie bereits in Frankreich, Ungarn, England, Tschechien - und ein ganz tollkühner Pilot war mit seinem UL-Flieger schon bis ans Nordkap geflogen. Für heuer ist als Ziel für den diesjährigen Vereinsausflug an Pfingsten übrigens Polen mit dem Ziel Masurische Seen geplant.


Die Hobby-Flieger aus Forst vor dem Start


Das Allgäu von oben - links ist ganz klein eines der Flugzeuge zu sehen
07.01.14
Neumarkt: Alpengipfel besichtigt
Telefon Redaktion


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