"Robuste Geschäftslage"


Die Handwerksbetriebe sprechen von einer "weiterhin robusten
Geschäftslage"
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NEUMARKT. Die Handwerker der Region sprechen von einer "weiterhin robusten Geschäftslage".

Der Konjunkturbericht zum dritten Quartal bescheinigt "vorsichtige Erwartungen trotz einer gestiegenen Betriebsauslastung".

Aus dem aktuell vorgelegten Bericht der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz geht hervor, dass neun von zehn Betrieben mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden seien. Zu ihren künftigen Geschäftserwartungen äußerten sich die ostbayerischen Handwerker eher vorsichtig. „Die abwartende Beurteilung lässt sich unter anderem auf stagnierende Umsätze und nahezu gleichbleibende Auftragseingänge zurückführen“, erklärt Hans Pschorn, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Kammer. „Viele bleiben auch zurückhaltend, weil sie nicht wissen, ob das überaus hohe Niveau der letzten Jahre stabil bleibt.“ Aber trotz einem schwächeren Index, der von 34 Prozentpunkten auf 31 gesunken ist, weise er noch immer den drittbesten Wert seit 1992 auf. „Der Rückgang des Geschäftsklima-Index bedeutet keinen Einbruch, da die derzeitige Geschäftslage weiterhin als robust einzustufen ist“, so Pschorn weiter.

Die Betriebsauslastung sei gegenüber dem Vorquartal noch einmal gestiegen: 58 Prozent der Handwerker sprechen demnach von einer Vollauslastung, im Quartal davor waren es noch 51 Prozent. Vor allem das Bauhauptgewerbe und das Ausbaugewerbe sind bestens ausgelastet. Auch im Lebensmittelgewerbe melden alle Betriebe eine sehr gute Auslastung. Ein Viertel dieser Betriebe konnte sogar Preissteigerungen durchsetzen.

Einen deutlichen Anstieg gab es beim Beschäftigungssaldo im gesamten Handwerk: 21 Prozent der Betriebe habe Mitarbeiter eingestellt, das sind fünf Prozent mehr als im letzten Quartal. Arbeitsstellen fanden die neuen Mitarbeiter vor allem im Baugewerbe, im Kfz-Gewerbe und in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf. „Insgesamt kann man von einer soliden Gesamtsituation sprechen“, sagt Hans Pschorn. Mit seiner guten Verfassung sei das ostbayerischen Handwerks weiterhin ein stabilisierender Faktor für Wirtschaft und Gesellschaft.

21 Prozent rechnen in den nächsten drei Monaten mit sinkenden Auftragseingängen, 18 Prozent gehen von einem rückläufigen Umsatz aus und mehr als jeder Dritte befürchtet höhere Einkaufspreise. Insgesamt aber, schätzen fast 90 Prozent der Handwerksbetriebe die künftige Geschäftslage als zufriedenstellend ein. „Dem ostbayerischen Handwerk geht es in der Gesamtbetrachtung nach wie vor bestens“, fasst Hans Pschorn zusammen. Dieser sehr gute Status-Quo dürfe aber nicht durch zusätzliche und neue Belastungen gefährdet werden, so Pschorn weiter. „Diskutierte Steuererhöhungen und weitere Abgaben wie zum Beispiel eine Ausdehnung der LKW-Maut" würden das Handwerk "überproportional belasten", die Ertragslage schmälern und die Wettbewerbsfähigkeit gefährden.
21.10.13
Neumarkt: "Robuste Geschäftslage"
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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