Weitere Hilfe zugesichert


Bei einem feierlichen Festakt wurden die generalsanierten Gebäude eingweiht


Ministerpräsident Seehofer war Festredner


Bischof Gregor Maria Hanke spendete den Segen
NEUMARKT. Ministerpräsident Horst Seehofer sicherte der Benediktinerabtei Plankstetten auch für den nächsten Bauabschnitt Unterstützung zu. Das sagte er bei der Einweihung des jetzt sanierten Konventsgebäudes am Donnerstag.

"Ich bin tief beeindruckt. Der Freistaat Bayern wird das Kloster auch beim folgenden Bauabschnitt tatkräftig unterstützen", sagte Seehofer bei der Feierstunde zum Abschluss des ersten Bauabschnitts des zweiten Teils der Gesamtsanierung der Benediktinerabtei am Donnerstag, der ein Pontifikalamt vorausging.

16 Millionen Euro wurden bislang verbaut - nicht zuletzt Steuergelder: Zwischen 2009 und 2013 griffen die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, das Bischöflioche Ordinariat der Diözese Eichstatt, die Bayerische Landesstiftung, der Bezirk Oberpfalz, der Landkreis Neumarkt, die Stadt Berching, die Deutschen Stiftung Denkmalschutz und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in die Taschen - viele von ihnen mehrmals aus verschiedenen Töpfen.

Die Gesamtkosten der endgültigen Sanierung sollen sich auf rund 25 Millionen Euro belaufen.

Der Ministerpräsident lobte "mehr Raum und Ruhe für Mönche und Gäste in Plankstetten". Die Generalsanierung des Konventsgebäudes der Benediktinerabtei zeige eindrucksvoll, dass Denkmalschutz und Ökologie sehr gut zusammenpassen könnten.

"Das Barockkloster Plankstetten ist eine Perle in unserer bayerischen Kulturlandschaft - eine Perle, die nach der Generalsanierung noch heller strahlt", sagte Seehofer. Nachdem er auch in Zukunft bei der weiteren Sanierung die Unterstützung des Freistaates zugesichert hatte, freute er sich "heute schon auf die Einweihung".

Nach dem Pontifikalamt wurden die sanierten Gebäudebereiche, konkret die Gästezimmer, Klausur- und Seminarräume sowie die Zentralküche, von Bischof Dr. Gregor Maria Hanke eingesegnet.

Der Ursprung des Klosters geht auf das 12. Jahrhundert zurück, als Graf Ernst VI. von Gröglingen 1129 ein bischöfliches Eigenkloster gründete. Am besten nachzuvollziehen ist die Entstehung des Klosters gerade an der Kirche, deren Außenbau schmale Rundbogenfenster, Lisenen und Rundbogenfriese gliedern, hieß es. Die im Kern romanische Anlage wurde im Lauf der Zeit immer wieder verändert. Der Chor entstand unter Abt Ulrich IV. Dürner 1493/1495 in spätgotischen Formen.

Abt Ulrich gilt als zweiter Klostergründer, da er dem Mitte des 15. Jahrhunderts einsetzenden Verfall der Sitten und Wirtschaftsstrukturen durch Reform in geistlichen wie weltlichen Dingen Einhalt gebieten wollte. In seiner Zeit begannen die Mönche die Klosterbiere herzustellen, die von 1461 bis 1958 im alten Brauereigebäude, der heutigen Bibliothek, gebraut wurden.

Nach verheerenden Zerstörungen im Bauernkrieg 1525 und weiteren im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde nach ersten Renovierungsarbeiten Mitte des 17. Jahrhunderts zur 600-Jahr-Feier des Klosters unter Dominikus III. von Eisenberg (1726-1742) das Innere der romanischen Pfeilerbasilika barock umgestaltet. Nicht wenige Gebäude wurden um- oder gleich neugebaut. Die Toreinfahrt mit der Abtswohnung, der Konventsbau, die Prälatur, der Saalbau, der Eckturm, die Brauerei und die Sakristei, die bis heute den Gesamteindruck der imposanten Klosteranlage bestimmen, erhielten ihr Gesicht zu dieser Zeit.

1806 säkularisiert, wurden die Gebäude 1904 nach rund 100 Jahren Leerstand von Kloster Scheyern aus als Benediktinerabtei neu belebt.


Der Ministerpräsident sicherte auch weiterhin Unterstützung zu
18.07.13
Neumarkt: Weitere Hilfe zugesichert
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