"Faktor 10" im Mittelpunkt


Für umweltfreundliche Sanierungen gibt es Zuschüsse
NEUMARKT. Die "Beratungsstelle für Klimaschutz und Energie" der Stadt Neumarkt beteiligt sich an der am Montag beginnenden "EU Sustainable Energy Week".

Bei dieser "Woche der Erneuerbaren Energien" wird bei mehreren Veranstaltungen auf die Möglichkeiten des Förderprogramms "Faktor 10" hingewiesen und es werden die Wege aufgezeigt, wie man energetisch optimierte Gebäude erhält.

Der zweite Sanierungstreff im Bürgerhaus in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft und einem "Treffpunkt Architektur" findet am Dienstag um 18 Uhr statt. Jeden zweiten Monat haben Interessierte die Möglichkeit, sich im Bürgerhaus über ein Thema aus dem Bereich "energieeffizientes Bauen und Sanieren" zu informieren und auszutauschen. Referent Willi Krauss wird dieses Mal über das Thema "Heizsysteme mit erneuerbaren Energien" informieren. Anmeldungen sind unter der Telefon 09181/255-2600 möglich.

Am Samstag findet wie schon im Vorjahr in Zusammenarbeit mit dem ADFC eine Fahrradtour durch Neumarkt zur Besichtigung von energetisch optimierten Gebäuden und von Gebäuden mit der "Grünen Hausnummer" statt. Start ist um 13.30 Uhr vor dem Rathaus. Die Tour dauert rund drei Stunden. Es besteht je nach Verfügbarkeit die Möglichkeit, sich ein Fahrrad mit oder ohne Elektrounterstützung von der Stadt Neumarkt auszuleihen.

Die "EU Sustainable Energy Week" ist eine Initiative der Europäischen Kommission, bei der Aktionen zu diesem Thema in allen beteiligten Kommunen stattfinden. Mit dem "Förderprogramm Gebäudesanierung und energetisches Bauen" will die Stadt Neumarkt einen großen Anreiz schaffen, den Altbaubestand energetisch zu sanieren und auch im Neubau zukunftsweisende Konzepte zu realisieren. Mit der Reduzierung der CO2-Emmissionen in der Gebäudenutzung wird schließlich ein gewichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Wer Mittel im Rahmen des Förderprogramms "Faktor 10" beantragen möchte, muss sich zunächst an einen fachkundigen Energieberater wenden. Auf Grundlage einer Gebäudebegehung erarbeitet dieser konkrete Handlungsempfehlungen und dokumentiert den Gebäudezustand mit Hilfe eines Energiebedarfsausweises. Wird mindestens eine der empfohlenen Maßnahmen durchgeführt, bezuschusst die Stadt die Energieberatung je nach Förderstufe mit 100 bis 200 Euro.

Die Insgesamt drei Förderstufen orientieren sich am Umfang der geplanten Maßnahmen. Im Rahmen der Förderstufe C sind Einzelmaßnahmen zur Wärmedämmung und Verbesserung des Wärmeschutzes an bestehenden Gebäuden erfasst. Förderstufe B setzt ein Gesamtkonzept für das Gebäude und die Einhaltung der Standards KfW 115 oder KfW 100 voraus. Auch in dieser Förderklasse werden Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes, also vor allem Dämmung, Fenster und Türen gefördert.

Förderstufe A soll schließlich möglichst effiziente Gesamtkonzepte unterstützen. Nur wer mindestens den KfW 85 Standard erreicht, kann von den besonders hohen Sätzen profitieren. Dabei werden nicht mehr Einzelmaßnahmen gefördert, sondern je nach Effizienzstandard ein Pauschalbetrag pro Quadratmeter Wohnfläche ausbezahlt. Wegen des höheren Planungsaufwand erhalten die Bauherren zudem einen Zuschuss für die Planung und Qualitätssicherung sowie Monitoring und Dokumentation. Die Sanierung eines Einfamilienhauses nach KfW 55 kann so mit bis zu 16.000 Euro gefördert werden.
23.06.13
Neumarkt: "Faktor 10" im Mittelpunkt
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