"Rücksicht auf die Bürger"


Windkraftnutzung soll über den Regionalplan gesteuert und begrenzt werden
Foto: Archiv
NEUMARKT. Der Landkreis Neumarkt als "Musterknabe" bei regenerativ erzeugten Strom will Windkraftanlagen auf "ein akzeptables Maß begrenzen".

Der Landkreis Neumarkt nimmt mit derzeit bereits mehr als 50 Prozent regenerativ erzeugten Stromes einen Spitzenplatz in Bayern ein. Bis zum Jahre 2030 soll nach dem Energiekonzept des Landkreises rechnerisch sogar mehr Strom regenerativ im Landkreis erzeugt werden als dann verbraucht wird. Eine wichtige Säule bildet dabei die Nutzung der Windenergie.

Diese Anlagen sind vom Gesetzgeber privilegiert, das heißt eine Genehmigung kann nur versagt werden, wenn öffentliche Belange dagegen stehen. Das kann dazu führen, dass Anlagen auch an Standorten genehmigt werden müssten, die von den Gemeinden und Bürgern nicht akzeptiert werden und auch die Zahl der insgesamt im Landkreis entstehenden Anlagen kaum zu begrenzen ist, hieß es.

Um solchen Entwicklungen entgegenzuwirken, drängen Landrat Albert Löhner und die Bürgermeister aller Gemeinden bereits seit zwei Jahren intensiv darauf, die Windkraftnutzung über den Regionalplan zu steuern und zu begrenzen. Dazu soll nun im Juli eine Sitzung des Regionalen Planungsverbandes stattfinden: man treibe die Energiewende im Landkreis Neumarkt mit sehr großen Schritten voran. Aber man wolle bei der Umsetzung auch größtmögliche Rücksicht auf die Belange der Bürger in Sachen Lärmschutz, Naturschutz und Landschaftsbild nehmen, erklärten Landrat Albert Löhner und Bürgermeister Bernhard Kraus als Vorsitzender des Bayerischen Gemeindetages bei einem Gespräch im Landratsamt zusammen mit Regierungsdirektor Manfred Wiesenberg, Leiter der Bauabteilung, und Michael Gottschalk, Leiter der Kreisentwicklung.

Deshalb müsse die Nutzung der Windkraft über den Regionalplan gesteuert und reguliert werden. Darüber hinaus werde man auch in den hauptsächlich betroffenen Gemeinden versuchen, die Anzahl der Windkraftanlagen über gemeindliche Bauleitplanungen auf ein akzeptables Maß zu begrenzen, heißt es in der gemeinsamen Linie zur weiteren Umsetzung der "Energiewende".

Bürgermeister Bernhard Kraus will das Thema auch zum Schwerpunkt der nächsten Sitzung des Gemeindetages mit seinen Kollegen aus dem gesamten Landkreis machen. Man wolle gemeinsam mit allen zur Verfügung stehenden Planungsinstrumenten dafür sorgen, dass die "Energiewende" gelinge - allerdings "nicht zu Lasten anderer wichtiger Belange unserer Bevölkerung im Landkreis", so der Landkreis- und der Gemeindetagschef.
14.06.13
Neumarkt: "Rücksicht auf die Bürger"
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