"Biokraftstoffe unverzichtbar"

NEUMARKT. MdEP Albert Deß fordert im Rahmen der Parlamentsdebatten zur EU-Biokraftstoffpolitik ein Festhalten an dem Zehn-Prozent-Richtwert bei der Förderung und lehnt die iLUC-Anrechnung, so wie von der Kommission vorgeschlagen, ab.

"Wenn wir den Richtwert auf fünf Prozent senken, werden viele der bereits getätigten Investitionen der Landwirte vernichtet. Die Unzuverlässigkeit bei den EU-Vorgaben gefährdet viele Arbeitsplätze in Europa", erklärt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion und der CSU-Europagruppe zur Diskussion über die Pläne der Kommission, den Anteil konventioneller Biokraftstoffe auf maximal fünf Prozent am Gesamtenergieverbrauch des Transportsektors zu begrenzen.

In den vergangenen 20 Jahren hat die europäische Biokraftstoffwirtschaft enorme Investitionen getätigt, hieß es. Schätzungen gehen von einem Gesamtinvestitionsvolumen in Milliardenhöhe aus.

Noch im Juni 2010 hat der Europäische Rat beschlossen, den Anteil der Biokraftstoffe am Gesamtenergieverbrauch des Transportsektors auf zehn Prozent bis 2020 zu erhöhen. Mit dem neuen Vorschlag soll die Unterstützung bis 2020 für Biosprit aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen nun komplett eingestellt werden.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Biokraftstoff- und Bioenergiesektors ist sehr groß, sagte Deß. Mit ihren umfassenden Investitionen im Wirtschaftssektor sichert dieser schätzungsweise 100.000 europäischen Bürgern einen Arbeitsplatz, die überwiegend im ländlichen Raum anzusiedeln sind. "Veränderungen bei der Förderhöhe und Förderperiode sind somit unverantwortlich im Blick auf die Stärkung der ländlichen Räume", betont Deß.

Raps habe sehr große Vorteile in der Fruchtfolge. Die erste Nachfrucht Weizen hat etwa 10 dz/ha und die zweite Nachfrucht Wintergerste oder Winterweizen etwa 5 dz/ha Mehrertrag gegenüber reiner Getreidefruchtfolge. Raps schließt mit seiner Pfahlwurzel den Untergrund auf und seine Blätter bedecken den Boden etwa zehn bis elf Monate - länger als jede andere Frucht. Raps besteht aus etwa 42 Prozent Öl und rund 58 Prozent wertvollem Eiweißfuttermittel. In Bezug auf iLUC bestehe bei Rapsanbau keine negative, sondern eine positive Auswirkung, da Rapsschrot als Futtermittel zwei Millionen Tonnen Sojaschrottimporte ersetze.

Albert Deß: "Bei der Abstimmung dazu im Juni erhoffe ich mir eine vernünftige und ausgewogene Entscheidung in allen beteiligten Ausschüssen".
17.05.13
Neumarkt: "Biokraftstoffe unverzichtbar"
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